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	<title>Denis Simonet &#187; Urheberrecht</title>
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	<description>über die Piratenpartei, Politik und Alltag</description>
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		<title>Denkt an die Kinder!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 22:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Géraldine Savary]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Jetzt ist alles klar: Die bösen Raubmordkopierer verursachen einen Schaden im - festhalten! - dreistelligen Millionenbereich. Als ob das nicht genug wäre sind auch noch die armen Kinder gefährdet. Und was tut der Bundesrat? Trommelwirbel. Nichts! So zu lesen auf 20 Minuten Online. Aber werfen wir mal einen Blick auf die Fakten. Der Bundesrat hat kürzlich einen Bericht «zur unerlaubten Werknutzung über das Internet» veröffentlicht. Dieser Bericht geht auf ein Postulat der Ständerätin... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/12/24/denkt-an-die-kinder/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist alles klar: Die bösen Raubmordkopierer verursachen einen Schaden im &#8211; festhalten! &#8211; dreistelligen Millionenbereich. Als ob das nicht genug wäre sind auch noch die armen Kinder gefährdet. Und was tut der Bundesrat? <em>Trommelwirbel</em>. Nichts!</p>
<p>So zu lesen auf <a href="http://www.20min.ch/digital/webpage/story/Haertere-Gangart-gegen-Internet-Piraten-gefordert-11484291" target="_blank">20 Minuten Online</a>. Aber werfen wir mal einen Blick auf die Fakten. Der Bundesrat hat kürzlich einen <a href="http://www.ejpd.admin.ch/content/dam/data/pressemitteilung/2011/2011-11-30/ber-br-d.pdf" target="_blank">Bericht</a> «zur unerlaubten Werknutzung über das Internet» veröffentlicht. Dieser Bericht geht auf ein <a title="Braucht die Schweiz ein Gesetz gegen das illegale Herunterladen?" href="http://www.denissimonet.ch/2010/04/19/braucht-die-schweiz-ein-gesetz-gegen-das-illegale-herunterladen/" target="_blank">Postulat der Ständerätin</a> Géraldine Savary zurück. Nun ist diese Antwort für Frau Savary unbefriedigend, wurde sie auf diese Motion hin doch «gar einstimmig» in den Vorstand der Musikverwertungsgesellschaft SUISA <a href="http://www.suisa.ch/fileadmin/user_upload/Downloads/SUISA-INFO/SUIS_info_11_2_d.pdf" target="_blank">gewählt</a>. Und nicht nur sie stört sich daran &#8211; die ganze Unterhaltungsindustrie (<a href="http://www.mafiaa.ch/" target="_blank">MAFIAA</a>) ist in Aufruhr. So sehr, dass sie sich nun wie so oft zu einer Allianz zusammenschliesst und in den Medien Stimmung macht &#8211; z.B. mit der Behauptung, Kinder seien gefährdet. Erklärtes Ziel ist die Kriminalisierung derjenigen, die von den wunderbaren neuen Möglichkeiten der Informationsgesellschaft profitieren. Nämlich vom rasend schnellen Austausch von Information, wozu auch Kulturgüter gehören.</p>
<p>Es ist nicht überraschend, dass der objektive Bericht die Kulturverwerter aufschreien lässt. Natürlich widerspricht er den Verzerrungen der Realität, welche vor allem durch die IFPI verbreitet werden. Doch die Kulturvervielfältiger scheinen nicht aufgeben zu wollen. Statt endlich auf die Bedürfnisse der Konsumenten <a title="Blogs töten die Zeitungsindustrie" href="http://www.denissimonet.ch/2011/06/19/blogs-toten-die-zeitungsindustrie/" target="_blank">einzugehen</a>, kämpfen sie weiter gegen den natürlichen Lauf der Dinge. Dabei spricht der Bericht klare Worte:</p>
<blockquote><p>Das Internet habe die Nutzung von Medieninhalten zwar fundamental verändert, heisst es im Bericht. Auf das kulturelle Schaffen in der Schweiz wirke sich dies jedoch nicht nachteilig aus. Denn das Geld, das die Internetnutzer beim kostenlosen Herunterladen sparten, gäben sie weiterhin für den Konsum im Unterhaltungsbereich aus. (<a href="http://www.20min.ch/digital/webpage/story/Haertere-Gangart-gegen-Internet-Piraten-gefordert-11484291" target="_blank">20 Minuten Online</a>)</p></blockquote>
<p>Keine Schäden in Millionenhöhe, keine verhungernden Kulturschaffende. Das Problem sind engstirnige Majors, die koste was es wolle die CD in das dritte Jahrtausend retten wollen.</p>
<blockquote><p>Statt für eine CD zahlen die Konsumenten einfach vermehrt für Konzerte, Kinobesuche oder Merchandising, wie es in dem Bericht heisst. Von dieser Entwicklung seien vor allem die grossen ausländischen Produktionsfirmen betroffen. Diese müssten sich anpassen. Das «nationale Kulturschaffen» werde nicht tangiert. (<a href="http://www.20min.ch/digital/webpage/story/24219649" target="_blank">20 Minuten Online</a>)</p></blockquote>
<p>Liebe Gesetzgeber: Habt kein Mitleid mit diesen Firmen. Lasst sie mit ihrem altertümlichen Medium eingehen. Die Kulturschaffenden sind nicht gefährdet, auch wenn die IFPI gerne schlimme Wunden propagiert. Es ist an den Kulturschaffenden, die neuen Bedürfnisse und die neuen Möglichkeiten zu nutzen, um weiterhin Geld zu verdienen. Oder um es mit den Worten des Berichts zu sagen:</p>
<blockquote><p>In Bezug auf die Bereitstellung neuer digitaler Inhalte gilt es zu beachten, dass sich die Anreize, neue Werke zu produzieren, unter neuen technischen Rahmenbedingungen verändern. [...] Solche Anpassungs- und Strukturveränderungsprozesse sind [...] typisch für Perioden, in welchen der technische Fortschritt eine alte durch eine neue Technik ersetzt.</p></blockquote>
<p>Ich bin in meiner Meinung bekräftigt, dass auch das öffentliche Anbieten von Musik und Filmen über das Internet erlaubt sein sollte. Solange man kein Geld damit verdient, tut es niemandem weh, wie der Bericht belegt. Umso mehr freut es mich, dass die Piratenpartei mitsamt Verlinkung des Parteiprogramms erwähnt wird:</p>
<blockquote><p>Hieraus ergibt sich ein zusätzliches Hindernis, denn das Urheberrecht wird inzwischen dermassen stark als Hindernis für den Zugang zur Kultur empfunden und dessen Legitimität in einem Ausmass angezweifelt, dass die Piratenpartei die Befreiung der Kultur vom Urheberrecht gar als Punkt in ihr Parteiprogramm aufgenommen hat.</p></blockquote>
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</ol></p><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3204&amp;md5=2d38451f72edcb02a690af6a6c1b32d9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schweizer Wikileaks</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2011/06/23/schweizer-wikileaks/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 13:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Holland]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Netzneutralität ist wichtig, denn nur mit ihr ist es möglich, über das Internet frei zu kommunizieren. Deshalb sollte sie, genau so wie das Post- und Fernmeldegeheimnis, in der Bundesverfassung festgeschrieben sein. Heute gab es gleich drei Neuigkeiten, die dieses Thema veranschaulichen. Positive Entwicklung in der Schweiz Der Beobachter erklärt in der neuesten Ausgabe, worauf man beim Whistleblowing achten muss - und betreibt neu sogar eine eigene Plattform zur Aufdeckung von Unrecht! Eine... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/06/23/schweizer-wikileaks/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Netzneutralität ist wichtig, denn nur mit ihr ist es möglich, über das Internet frei zu kommunizieren. Deshalb sollte sie, genau so wie das Post- und Fernmeldegeheimnis, in der Bundesverfassung festgeschrieben sein. Heute gab es gleich drei Neuigkeiten, die dieses Thema veranschaulichen.</p>
<h3>Positive Entwicklung in der Schweiz</h3>
<p>Der Beobachter <a href="http://www.beobachter.ch/dossiers/whistleblowing/artikel/wwwsichermeldench_so-machen-sie-unrecht-publik/" target="_blank">erklärt in der neuesten Ausgabe</a>, worauf man beim <a href="http://www.denissimonet.ch/2010/12/06/was-ich-uber-wikileaks-denke/" target="_blank">Whistleblowing</a> achten muss &#8211; und betreibt neu sogar eine eigene Plattform zur  Aufdeckung von Unrecht! Eine erfreuliche und längst überfällige  Entwicklung. <a href="http://www.sichermelden.ch/" target="_blank">sichermelden.ch</a> heisst die neue Plattform, über die man anonym Ungerechtigkeit melden  kann. Mit ihr wird auch klar, warum Netzneutralität ein wichtiger  demokratische Grundsatz ist (oder sein sollte). Nur wer ungehindert über  das Internet kommunizieren kann, hat die Möglichkeit, von allen  positiven Eigenschaften des Internets zu profitieren.</p>
<h3>Gebühren bremsen die Innovation</h3>
<p>In Holland soll die Netzneutralität gesetzlich verankert werden. <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/niederlande_internet_skype_kommunikation_telekom_1.11023684.html" target="_blank">Auf NZZ Online</a> ist zu lesen:</p>
<blockquote><p>Für Video-Telefonie und die Übermittlung von Kurznachrichten via  Internet dürften die Telekommunikationsunternehmen keine zusätzlichen  Gebühren erheben, erklärte Wirtschaftsminister Maxime Verhagen. «Solche  Dienste zu blockieren oder extra Geld dafür zu verlangen, bremst  Innovationen», sagte sie.</p></blockquote>
<p>Sie bezieht sich damit auf die Praxis verschiedener Handynetzanbieter, die z.B. Skype sperren oder dafür extra Gebühren verlangen. Die Motivation ist klar: Heute ist es billiger, über das Internet als über das traditionelle GSM-Netz zu telefonieren. Flatrates sei Dank. Das Ziel der Vorlage ist, diesen Bereich zu regulieren und ein offenes Internet zu garantieren. Das Parlament nahm die Vorlage bereits an, sie muss aber noch durch den Senat. Ein vorbildliches Vorgehen. Jede Demokratie, die etwas von sich hält, sollte mitziehen!</p>
<h3>Es geht auch anders</h3>
<p>Eine gegenteilige Entwicklung geschieht in den USA. Seit Jahren setzen sich dort die Kulturvervielfältiger mit Erfolg für absurde Gesetze ein. Nun wollen sich die Provider an der Bevormundung beteiligen. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-US-Provider-und-Unterhaltungsindustrie-wollen-gegen-Piraterie-kooperieren-1266435.html" target="_blank">heise online zufolge</a> stehen jahrelange Verhandlungen zur Ernennung der ISPs zu Hilfssheriffs vor dem Abschluss. Die Pläne sind pervers. Wenn der Internetanbieter merkt, dass jemand urheberrechtlich geschützte Werke herunterlädt, gibt es erstmal eine Belehrung. Bringt das nichts, wird die Geschwindigkeit des Internetanschlusses gedrosselt oder der Zugang auf 200 Webseiten eingeschränkt. Ausserdem soll es möglich sein, die Anschlussinhaber zu einem Aufklärungskurs zum Urheberrecht zu verpflichten.</p>
<p>Hat noch jemand Zweifel daran, womit die Umsatzrückgänge tatsächlich zu begründen sind? Wer Kunden wie Kinder behandelt, der wird sie verlieren! Beispiele solch abstrusen Vorgehens gibt es weltweit:</p>
<ul>
<li>In Entwicklungsländern kostet eine CD soviel, wie man in einer Woche verdient. Der Schwarzmarkt blüht. Die Unterhaltungsindustrie findet, das liege an der mangelnden Bildung. <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/05/09/liebe-unterhaltungsindustrie-scham-dich/" target="_blank">Liebe Unterhaltungsindustrie. Schäm dich!</a></li>
<li>Frankreich will Zensur einführen, <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/05/27/haftstrafe-fur-unterlassene-cd-kaufe/" target="_blank">um das Internet zu zivilisieren</a>.</li>
<li>Frankreich und Grossbritannien gehören nicht zu den 41 Ländern, die eine <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/06/15/usa-unterzeichnen-erklarung-gegen-%C2%ABthree-strikes%C2%BB-systeme/" target="_blank">Erklärung zur Netzneutralität</a> unterschrieben haben. Beide kennen ein «Three Strikes»-Gesetz.</li>
<li>Die neue EU-Urheberrechtsbeauftragte, Maria Martin-Prat, <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/09/die-ifpi-ist-eu-urheberrechtsbeauftragte/" target="_blank">war jahrelang Lobbyistin</a> für die IFPI.</li>
<li>Die Wettbewerbskommission <a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/06/07/Schweiz/Weko-untersucht-Schweizer-Hitparade" target="_blank">leitete kürzlich</a> wegen Verdachts auf Manipulation der Schweizer  Hitparade eine Untersuchung gegen die IFPI ein.</li>
</ul>
<p>Die Unterhaltungsindustrie wäre gut beraten, auf Francis Gurry, Präsident der WIPO, zu hören! In <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/15/wipo-%C2%ABwenn-wir-nicht-handeln-verlieren-wir-alles%C2%BB/" target="_blank">einer Rede</a> stellte er fest, dass es falsch ist, den natürlichen Lauf der Dinge zu bekämpfen. Repression kann altertümliche Geschäftsmodelle nicht retten. Doch sie schränkt unsere Freiheit ein!</p>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2012/01/07/filesharing-auch-in-schweizer-behorden/' rel='bookmark' title='Filesharing auch in Schweizer Behörden?'>Filesharing auch in Schweizer Behörden?</a></li>
<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2011/06/20/frankreich-zensur-als-beitrag-zur-zivilisierung-des-internets/' rel='bookmark' title='Frankreich: Zensur für ein zivilisierteres Internet'>Frankreich: Zensur für ein zivilisierteres Internet</a></li>
<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2011/02/28/gebuhren-auf-leerdatentrager-schluss-mit-der-abzocke/' rel='bookmark' title='Gebühren auf Leerdatenträger: Schluss mit der Abzocke!'>Gebühren auf Leerdatenträger: Schluss mit der Abzocke!</a></li>
</ol></p><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=2818&amp;md5=c3e94bf3823ffdf68933bebe09194fb2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frankreich: Zensur für ein zivilisierteres Internet</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 20:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[eG8]]></category>
		<category><![CDATA[HADOPI]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Sarkozy]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Am eG8 posaunte Sarkozy heraus, dass die Freiheit des Internets darüber entscheidet, ob ein Land eine Diktatur oder eine Demokratie ist. Aus diesem Grund will er das Internet «zivilisieren». Dabei stellte er klar: «Warum sollten wir dem Netz schaden? Es hat ein großes Potenzial für Wachstum und Wissen.» Frankreich kennt nur deshalb ein «Three Strikes»-Gesetz (HADOPI), weil es unsere Kinder, die Kultur und die Welt retten will. Wohl deshalb gehört Frankreich auch nicht zu den 41 unterzeichnenden... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/06/20/frankreich-zensur-als-beitrag-zur-zivilisierung-des-internets/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am eG8 <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/05/27/haftstrafe-fur-unterlassene-cd-kaufe/">posaunte Sarkozy heraus</a>, dass die Freiheit des Internets darüber entscheidet, ob ein Land eine Diktatur oder eine Demokratie ist. Aus diesem Grund will er das Internet «zivilisieren». Dabei stellte er klar: «Warum sollten wir dem Netz schaden? Es hat ein großes Potenzial für Wachstum und Wissen.» Frankreich kennt nur deshalb ein «Three Strikes»-Gesetz (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hadopi" target="_blank">HADOPI</a>), weil es unsere Kinder, die Kultur und die Welt retten will. Wohl deshalb gehört Frankreich auch nicht zu den 41 unterzeichnenden Ländern <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/06/15/usa-unterzeichnen-erklarung-gegen-%C2%ABthree-strikes%C2%BB-systeme/" target="_blank">einer Erklärung</a>, die Internetverbote als staatliche Erziehungsmassnahme verurteilt. Eine Erklärung, die sogar die USA unterschrieben! Anmerkung: Die USA <a href="http://www.infoworld.com/t/cringely/stream-youtube-video-go-directly-jail-765" target="_blank">wollen</a> z.B. 5 Jahre Haft auf das Einbinden von urheberrechtlich geschützten Youtube-Videos einführen.</p>
<p>Durch das Blog «vasistas?» wurde ich vorhin auf Frankreichs neuesten <a href="http://vasistas-blog.net/2011/06/20/mehr-zensur-durch-ausweitung-der-internetsperren-in-frankreich/" target="_blank">Beitrag zur Netzneutralität</a> aufmerksam (<a href="http://www.pcinpact.com/actu/news/64121-cnn-blocage-fai-hebergeur-editeur.htm" target="_blank">Artikel auf PCINpact</a>). Durch eine neue Verordnung soll es in Zukunft möglich sein, die Sperrung von Webseiten direkt durch behördliche Verfügungen zu erzwingen. Warum zum Richter gehen, wenn es die Regierung bequem selber entscheiden kann? Der schnelle Weg zum zivilisierten Internet! Tolle Idee. Der französische Staatsrat wird nun über diese Vorlage beraten.</p>
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<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2011/06/15/usa-unterzeichnen-erklarung-gegen-%c2%abthree-strikes%c2%bb-systeme/' rel='bookmark' title='Die USA kritisieren «Three Strikes»-Systeme'>Die USA kritisieren «Three Strikes»-Systeme</a></li>
<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2011/05/27/haftstrafe-fur-unterlassene-cd-kaufe/' rel='bookmark' title='Straftatbestand unterlassene CD-Käufe?'>Straftatbestand unterlassene CD-Käufe?</a></li>
<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2011/05/24/die-diktatur-frankreich/' rel='bookmark' title='Sarkozy: «Frankreich ist eine Diktatur»'>Sarkozy: «Frankreich ist eine Diktatur»</a></li>
</ol></p><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=2779&amp;md5=a86759c63bf84de06408c6891634deeb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Blogs töten die Zeitungsindustrie</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 18:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Dope Stars Inc.]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltungsindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dieser Titel könnte einen Rant über Zeitungen einleiten. Tatsächlich ist Qualität bei vielen Blättern rar (siehe NZZ, Qualitätsjournalismus unter Druck). Freitag lag das Buch «Deutsch für Profis» von Wolf Schneider im Briefkasten und ich las direkt die ersten Kapitel. Das Buch ist super geschrieben und Schneiders Feststellungen animieren zum Nachdenken. Darauf aufmerksam machte mich Thomas Haemmerli, der letzte Woche an der Piratenversammlung in Lausanne über Medien referierte (Youtube,... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/06/19/blogs-toten-die-zeitungsindustrie/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Titel könnte einen Rant über Zeitungen einleiten. Tatsächlich ist Qualität bei vielen Blättern rar (siehe NZZ, <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/qualitaetsjournalismus_unter_druck_1.10994820.html" target="_blank">Qualitätsjournalismus unter Druck</a>). Freitag lag <a href="http://www.amazon.de/Deutsch-f%C3%BCr-Profis-Illustriert-Murschetz/dp/3442161754" target="_blank">das Buch</a> «Deutsch für Profis» von Wolf Schneider im Briefkasten und ich las direkt die ersten Kapitel. Das Buch ist super geschrieben und Schneiders Feststellungen animieren zum Nachdenken. Darauf aufmerksam machte mich Thomas Haemmerli, der letzte Woche an der Piratenversammlung in Lausanne <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5Xwhi9qEWDU&amp;feature=youtu.be" target="_blank">über Medien referierte</a> (Youtube, wärmstens empfohlen). Doch darum geht es mir in diesem Beitrag nicht. Genau so gut hätte der Titel «Schrebergärten töten Supermärkte» oder «Tamagotchis töten die Haustierindustrie» heissen können.</p>
<p>Ein paar Überlegungen. Wer will schon Supermarktgemüse, wenn im Garten reife Tomaten und leckere Erdbeeren darauf warten, vernascht zu werden? Schrebergärten sind beliebt und ein Erfolgsmodell. Doch warum ist das so? Etwa weil wir alle die Supermarktindustrie töten wollen? Falsch! Der Schrebergartenmangel besteht deshalb, weil Gemüse aus dem Garten billiger ist und erst noch besser schmeckt.</p>
<p>Ist das Tamagotchi ein Erfolgsmodell? In Europa nicht. Doch die Eltern kaufen wohl kaum ein Welpen statt ein Tamagotchi,  weil sie die Haustierindustrie retten wollen. Die Ursache ist wiederum auf die Qualität zurückzuführen. Das Tamagotchi ist vielleicht pflegeleichter und man kann es ohne Folgen verhungern lassen. Doch es fehlt die Beziehung und Plastik fühlt sich anders an als ein Fell. Kurz: Rex und Sirah ersetzt es einfach nicht. Weitere ähnliche Fragen: Sollte das Malen zu Hause  verboten werden, zu Gunsten der Kunstindustrie? Lässt sich aus dem rücksichtslosen Konsum von Hahnenwasser ein Unverständnis für die Mineralwasserindustrie folgern? Die Antwort ist (hoffentlich) klar: Nein!</p>
<p>Der eine oder andere kennt vielleicht das Lied «Video Killed The Radio Star» der Buggles. Sie stellten schon damals fest, dass neue Technologien bisherige Erfolgsmodelle verdrängen können. So stimmt es, dass seit dem Fernsehen das Radio an Attraktivität verlor. Und wie sieht es mit dem Filesharing von urheberrechtlich geschützter Musik aus? Tötet das die Musikindustrie? Ja, zumindest teilweise. Ist das schlecht? Nein! Denn es ist die direkte Folge einer kaputten Kundenbeziehung.</p>
<p>Anstatt vom Gesetzgeber  immer mehr Möglichkeiten zur Verfolgung und Bestrafung von Filesharing  zu fordern, sollte sich die Unterhaltungsindustrie den Herausforderungen der neuen Technologien  stellen. Doch ein kundenfreundliches und unkompliziertes  Erwerbsmodell kennt man  heute fast nur von etablierten Plattformen wie  eMule, Rapidshare oder  BitTorrent. Die Contentindustrie weigert sich,  mit der Zeit zu gehen und auf die Kundenwünsche einzugehen.  Ihre Sturheit führt zu unzufriedenen Konsumenten,  die mit schlechter  Quantitätsware konfrontiert sind, <a href="http://i.imgur.com/GxzeV.jpg">gegängelt werden</a> und dafür immer mehr bezahlen sollen. Ist es unter diesen Voraussetzungen wirklich so erstaunlich, dass die Umsätze zurückgehen?</p>
<p>Die Unterhaltungsindustrie muss lernen, Mineralwasser attraktiv zu verkaufen. So, dass es jeder haben will, obwohl das Hahnenwasser viel billiger ist. Bleibt die Frage: Wann verstehen die Kulturvervielfältiger endlich, dass sich Kundenzufriedenheit mit neuen Gesetzen nicht erzwingen lässt?</p>
<p>Zum Schluss <a href="https://twitter.com/#!/dopestarsinc/status/80385143348543489" target="_blank">zitiere</a> ich die Band Dope Stars Inc.:</p>
<blockquote><p>Kopieren ist eine Tat der Liebe. Wiederverwertung (Remixes) auch. Sharing ist caring!</p></blockquote>
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		<title>Die Urheberrechtsgespräche 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 09:13:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Einmal im Jahr treffen sich die SUISA, ProLitteris, verschiedene Bundesämter, die IFPI, der Konsumentenschutz, der DUN und weitere Stakeholders zum Austausch beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE). Diese Urheberrechtsgespräche dienen der Besprechung diverser Themen, wie z.B. die Abgaben auf leere Datenträger. Das IGE lud uns ein, gestern im Rahmen dieses Treffens den gut 30 Vertretern unsere Petition abgabenterror.ch zu präsentieren. Das übernahmen Brenda Mäder (Präsidentin der... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/05/19/die-urheberrechtsgesprache-2011/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal im Jahr treffen sich die <a href="http://www.suisa.ch/" target="_blank">SUISA</a>, <a href="http://prolitteris.ch/" target="_blank">ProLitteris</a>, verschiedene Bundesämter, die <a href="http://ifpi.ch/" target="_blank">IFPI</a>, der <a href="http://konsumentenschutz.ch/" target="_blank">Konsumentenschutz</a>, der <a href="http://www.dun.ch/" target="_blank">DUN</a> und weitere Stakeholders zum Austausch beim <a href="https://www.ige.ch/" target="_blank">Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum</a> (IGE). Diese Urheberrechtsgespräche dienen der Besprechung diverser Themen, wie z.B. die Abgaben auf leere Datenträger. Das IGE lud uns ein, gestern im Rahmen dieses Treffens den gut 30 Vertretern unsere Petition <a href="http://www.abgabenterror.ch/" target="_blank">abgabenterror.ch</a> zu präsentieren. Das übernahmen Brenda Mäder (Präsidentin der jungfreisinnigen) und ich natürlich gerne. Dabei waren auch Pascal Gloor (Vizepräsident Piratenpartei Schweiz), Michael Gregr (Präsident Piratenpartei Zürich) und Pascal Fouquet (Präsident Piratenpartei Bern). Leider müssen die Gespräche vertraulich behandelt werden. Ich kann also nur auf meine Eindrücke und meine eigenen Aussagen eingehen.</p>
<p>Wie zu erwarten war, stiessen wir nicht gerade auf Liebe und es wurde viel Kritik geäussert. Natürlich erwarteten wir vorgängig nicht, auf Begeisterung zu stossen. Meine abschliessende Bemerkung nach der Diskussion zu unserer <a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2011/05/Urheberrechtsgespr%C3%A4ch-2011-Petition-Abgabenterror-1.pptx">Präsentation</a> war: «Es braucht eine <a href="http://www.piratenpartei.ch/Modernisierung_des_Urheberrechts" target="_blank">Modernisierung des Urheberrechts</a> und der technische Wandel der letzten Jahrzehnte muss respektiert werden. Dabei wird man auch auf internationale Verträge stossen und das heutige Verständnis von geistigem Eigentum muss in Frage gestellt werden.» Einige Vertreter waren nach dieser Aussage sichtlich entgeistert. Es ist aber super, dass unsere Ansicht den relevanten Organisationen nun bekannt ist.</p>
<p>Am Gespräch wurde auch die neue <a href="http://swisscopyright.ch/" target="_blank">Plattform der Verwertungsgesellschaften</a> vorgestellt. Auf ihr findet man viele Informationen, wie z.B. die Geldflüsse und Gebührentarife. Diese Bestrebungen, Transparenz zu schaffen, sind super. Mein erster Eindruck nach Konsumation der Seite: Es war höchste Zeit, dass über Vereinfachungen beraten wird.</p>
<p>Zum Schluss der Veranstaltung folgte eine Meta-Diskussion über den Sinn, Urheberrechts-Laien wie uns einzuladen. Dabei haben gewisse Lager unsere Kompetenz wie auch unsere Aufrichtigkeit und Seriosität in Frage gestellt. Mehrheitlich wurde es aber geschätzt, dass im Sinne der demokratischen Grundsätze auch Junge angehört werden, die andere Ansichten haben. Auch ich finde es wichtig, dass das IGE Organisationen mit gegenteiliger Meinung zu Wort kommen lässt. So macht Demokratie Spass!</p>
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		<title>Liebe Unterhaltungsindustrie. Schäm dich!</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2011/05/09/liebe-unterhaltungsindustrie-scham-dich/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 15:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, will Produktfälschungen, aber auch Urheberrechtsverletzungen bekämpfen. Nun gibt es eine Studie, die zumindest den illegalen Verkauf von Software, Filmen, Musik und Spielen in armen Ländern in ein total anderes Licht stellt. Das Resultat lässt die Unterhaltungsindustrie raffgierig und heuchlerisch da stehen. Doch zuerst ein paar Worte zur Studie. Unter dem Titel «Why poor countries lead the world in piracy» stellt die britische Zeitung The... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/05/09/liebe-unterhaltungsindustrie-scham-dich/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, will Produktfälschungen, aber auch Urheberrechtsverletzungen bekämpfen. Nun gibt es eine Studie, die zumindest den illegalen Verkauf von Software, Filmen, Musik und Spielen in armen Ländern in ein total anderes Licht stellt. Das Resultat lässt die Unterhaltungsindustrie raffgierig und heuchlerisch da stehen. Doch zuerst ein paar Worte zur Studie.</p>
<p>Unter dem Titel «Why poor countries lead the world in piracy» stellt die <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2011/may/03/why-poor-countries-lead-world-piracy?INTCMP=SRCH" target="_blank">britische Zeitung</a> <em>The Guardian</em> eine <a href="http://piracy.ssrc.org/" target="_blank">Studie von Joe Karaganis</a> vor. Die Arbeit trägt den Titel «Media Piracy in Emerging Economies» (Medienpiraterie in Entwicklungsländern) und gilt als die erste unabhängige und gross angelegte Studie über Musik-, Film- und Software-Piraterie in Entwicklungsländern. Untersucht wurden unter anderem Russland, Südafrika, Brasilien und Indien, für Vergleiche dienten die USA und das vereinigte Königreich. Ihr Umfang ist beeindruckend. Sie besteht aus 440 Seiten und wurden während drei Jahren von 35 Wissenschaftlern sorgfältig zusammengetragen. Bei privater Verwendung erhält man sie für $8 in vollem Umfang als PDF-Datei. Ich habe sie gekauft und bin bereits nach den ersten Seiten erschüttert. In diesem Beitrag werde ich einen Aspekt behandeln: Die Kulturvervielfältigungsindustrie nimmt die ärmsten Menschen der Welt aus.</p>
<p>Die Studie beinhaltet eine Statistik über den Marktanteil der illegal verkauften Musik, Filme, Spiele und Software (im Folgenden illegale Kopien genannt). Wie man sieht, besteht mehr als die hälfte des russischen Marktes aus illegalen Kopien. In Brasilien und Indien ist die Tendenz ähnlich. Wichtig: Es geht hier um illegale <strong>Verkäufe</strong>. Das hat nichts mit dem Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken zu tun. Man kann in Russland z.B. eine Kopie von Windows 7 in Läden kaufen. Diese Kopien sind natürlich billiger als die legitim verkauften Produkte.</p>

<a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/gallery/piracy-in-poor-countries/piracy-rate.png" title="" class="shutterset_singlepic240" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/gallery/cache/240__320x240_piracy-rate.png" alt="piracy-rate" title="piracy-rate" />
</a>

<p>&nbsp;</p>
<p>Die Unterhaltungsindustrie macht auf empört und bemängelt die fehlende «Copyright-Kultur» in armen Ländern. Sie fordert Repression und Bildung. Alle sollen verstehen, dass es böse ist, die billigen Alternativen zu kaufen. Am liebsten unter Androhung von Gefängnisstrafen. Diese Forderung ist laut Studie aber eigentlich schon Realität! Die Hollywood-Sicht auf Piraterie wird tagtäglich über Radiosender und Zeitungen verbreitet &#8211; unkritisch und in voller Länge. Im Lehrplan der Schulen ist die Vermittlung dieser Sicht sogar fest verankert. Die amerikanischen Unterhaltungskonglomerate produzieren Lerneinheiten und lassen sie durch Lehrer übermitteln. Auch die Durchsetzung haben sie bereits fest im Griff. Es gibt teilweise sogar spezielle Polizei-Einheiten und eigene Gesetze, die Delikte gegen die Kulturvervielfältigungsindustrie schlimmer gewichten, als Delikte gegen lokale Unternehmen oder Personen. An einem fehlenden Verständnis für das Urheberrecht kann es also nicht liegen. Es wurden jahrelang Millionen investiert, um die Message zu verbreiten. Es bleibt die Frage: Warum ist der illegale Handel mit kulturellen Produkten in armen Ländern so gross? Die Studie kommt zu folgendem Schluss:</p>
<p><strong>Menschen in der armen Welt bezahlen nicht für Software, Spiele, Musik und Filme, weil sie zu teuer sind!</strong></p>
<p>Denn eine DVD kann dort soviel kosten, wie jemand in einem Tag oder in einer Woche verdient. Es leuchtet ein, dass niemand bereit ist, so viel  für einen einzigen Film zu bezahlen. Um das zu verdeutlichen, habe ich die Zahlen in der Studie zu zwei Grafiken verarbeitet. Darauf sieht man die unterschiedlichen Preise des Films <em>The Dark Knight</em> auf DVD. Der dunkelblaue Balken zeigt den offiziellen Verkaufspreis. Hellblau ist der Preis auf dem Schwarzmarkt. Grün zeigt den Schwarzmarkt-Preis, wenn man ihn auf amerikanische Verhältnisse umrechnet (CPP = Comparative Purchasing Power), gemessen am durchschnittlichen Einkommen. Wie man sieht, entspricht der CPP-Preis der illegalen Kopien in Russland, Brasilien und Südafrika dem US-Preis. In Indien ist der CPP-Preis sogar massiv höher als in den USA und lediglich in Mexico würde man auch nach US-Verhältnissen kaum etwas für den Film bezahlen.</p>

<a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/gallery/piracy-in-poor-countries/legal-vs-piracy-cpp.png" title="" class="shutterset_singlepic241" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/gallery/cache/241__320x240_legal-vs-piracy-cpp.png" alt="legal-vs-piracy-cpp" title="legal-vs-piracy-cpp" />
</a>

<p>&nbsp;</p>
<p>Nun die wichtigste Frage: Welchem Betrag entspricht der offizielle Preis des Films, wenn man ihn auf US-Verhältnisse umrechnet? Hier die Grafik:</p>

<a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/gallery/piracy-in-poor-countries/cpp.png" title="" class="shutterset_singlepic242" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/gallery/cache/242__320x240_cpp.png" alt="cpp" title="cpp" />
</a>

<p>&nbsp;</p>
<p>Der US-Preis des Films ist $24. In Indien bezahlt man im Vergleich $641. Das sind 2670% des US-Preises! Ich denke, die Zahlen sprechen für sich. Es bleibt nur noch zu sagen:</p>
<p>Liebe Unterhaltungsindustrie. Schäm dich!</p>
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		<item>
		<title>Weg mit den SUISA-Gebühren!</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2011/05/03/weg-mit-den-suisa-gebuhren/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 13:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[abgabenterror.ch]]></category>
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		<category><![CDATA[SUISA]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz-Initiative]]></category>
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		<category><![CDATA[Urteil]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Piratenpartei ist gegen eine Ausweitung der Gebühren auf immer mehr Medien. Der Konsument bezahlt heute schon zuviel, weil durch die rasante Entwicklung der Technik immer mehr Speicherplatz zu sehr hohen Abgaben führen. Mit der Petition http://www.abgabenterror.ch fordern wir die Abschaffung dieser unzeitgemässen Gebühren. Im März 2010 hat sich die Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten für einen Tarif von 30 Rappen pro Gigabyte Speicherplatz bei Musikhandys entschieden.... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/05/03/weg-mit-den-suisa-gebuhren/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Piratenpartei ist gegen eine Ausweitung der Gebühren auf immer mehr Medien. Der Konsument bezahlt heute schon zuviel, weil durch die rasante Entwicklung der Technik immer mehr Speicherplatz zu sehr hohen Abgaben führen. Mit der Petition <em><a href="http://www.abgabenterror.ch" target="_blank">http://www.abgabenterror.ch</a></em> fordern wir die Abschaffung dieser unzeitgemässen Gebühren.</em></p>
<p>Im März 2010 hat sich die Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten für einen Tarif von 30 Rappen pro Gigabyte Speicherplatz bei Musikhandys entschieden. Dieser Beschluss wurde nun <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/vorest_keine_abgaben_auf_musikhandys_1.10462819.html" target="_blank">vom Bundesverwaltungsgericht aufgehoben</a>, da die frühere Präsidentin der Kommission möglicherweise befangen gewesen sei, da sie sich für das Präsidium der Gesellschaft für Leistungsschutzrechte beworben hatte. Nach diesem Urteil muss der ganze Prozess wiederholt und neu verhandelt werden. Das ist eine grosse Chance, den alten, viel zu weit gehenden Abgabenentscheid zu revidieren!</p>
<p>Diese Gebühr stammt aus der Zeit der Musikkassetten: Auf ihnen konnte ausschliesslich Musik gespeichert werden. Mit der technischen Entwicklung wurde die Gebühr auf immer neue Datenträger wie CDs, DVDs, MP3-Player, etc erhoben &#8211; nur aufgrund der reinen Möglichkeit, auch urheberrechtlich geschützte Daten darauf zu speichern. Doch die heute gebührenpflichtigen Leerdatenträger können viel mehr als nur Musik oder Filme speichern. Textdokumente, Ferienfotos und Urlaubsvideos sind sogar sehr häufig darauf vorzufinden. Daher bezahlt der Konsument für etwas, was er nicht nutzt! Seit Anfang dieses Jahres bekämpfen die Piraten gemeinsam mit den jungfreisinnigen diese Entwicklung mit einer Petition unter <a href="http://www.abgabenterror.ch" target="_blank">http://www.abgabenterror.ch</a>. Die SVP und FDP sowie die Jungparteien JUSO, JCVP und JSVP unterstützen dieses Anliegen.</p>
<p>Es überrascht nicht, dass nun offensichtlich unter Einfluss von Interessenbindungen auch noch Gebühren auf Handys erhoben werden sollten. Dieses Beispiel zeigt, wie schnell es zu Interessenkonflikten kommt. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die ehemalige Lobbyistin der Musikindustrie, Maria Martin-Prat, zur EU-Urheberrechtsbeauftragten <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/maria_martin-prat_wird_eu-urheberrechtsbeauftragte_1.10164622.html" target="_blank">ernannt wurde</a>. Wegen solchen Vorfällen ist die Piratenpartei eine der treibenden Kräfte hinter der <a href="http://www.unbestechlich.ch" target="_blank">Transparenz-Initiative</a>.</p>
<pre>Dies ist ein Communiqué der Piratenpartei Schweiz, welches wir
gerade erarbeiteten. Ich schliesse mich diesem Text aber
natürlich in allen Punkten an :).</pre>
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		<item>
		<title>WIPO: «Wenn wir nicht handeln, verlieren wir alles!»</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2011/04/15/wipo-%c2%abwenn-wir-nicht-handeln-verlieren-wir-alles%c2%bb/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 06:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutsche Content Allianz]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Gurry]]></category>
		<category><![CDATA[IFPI]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[WIPO]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ungefähr wie im Titel lässt sich eine Rede von Francis Gurry zusammenfassen. Als Generaldirektor der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) rief Gurry im Rahmen der Blue Sky Conference in Australien zum Umdenken auf. Er stellte die unwiderruflichen Veränderungen durch die neuen Technologien und die mit dem Internet geborene Mentalität in den Vordergrund. Zitat: «Wir haben keine andere Wahl; entweder passt sich das Urheberrechtssystem dem natürlichen Lauf der Dinge an, oder es verschwindet.... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/15/wipo-%c2%abwenn-wir-nicht-handeln-verlieren-wir-alles%c2%bb/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ungefähr wie im Titel lässt sich eine <a href="http://www.numerama.com/magazine/18414-l-ompi-voit-le-parti-pirate-comme-une-incitation-a-changer-le-droit-d-auteur.html" target="_blank">Rede von Francis Gurry</a> zusammenfassen. Als Generaldirektor der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) rief Gurry im Rahmen der Blue Sky Conference in Australien zum Umdenken auf. Er stellte die unwiderruflichen Veränderungen durch die neuen Technologien und die mit dem Internet geborene Mentalität in den Vordergrund. Zitat: «Wir haben keine andere Wahl; entweder passt sich das Urheberrechtssystem dem natürlichen Lauf der Dinge an, oder es verschwindet. Die Geschichte zeigt, dass es unmöglich ist, den technischen Fortschritt aufzuhalten. Statt dagegen anzukämpfen, müssen wir uns dem Unvermeidlichen stellen und uns auf intelligente Weise anpassen.»</p>
<p>Schliesslich kommt er auch auf die Piratenbewegung zu sprechen. «Es mag sein, dass diese eine extreme Haltung hat. Doch die Missachtung des geistigen Eigentums im Internet ist Realität.» Er sei überzeugt, dass die Piraten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich an einer gemeinsamen Definition einer Kulturpolitik des 21. Jahrhunderts zu beteiligen.</p>
<p>Die WIPO beginnt zu verstehen, was die moderne Welt bedeutet. Das <a href="http://www.wipo.int/about-wipo/fr/dgo/speeches/dg_blueskyconf_11.html" target="_blank">Protokoll</a> enthält noch weitere interessante Aussagen. Ich hoffe, das ist nur der Anfang eines internationalen Umdenkens. Lobbyorganisationen wie die IFPI oder die <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/14/deutsche-content-allianz-freunde-des-internets-oder-so/" target="_blank">Deutsche Content Allianz</a> werden dies aber nicht einfach machen. Sollte eine kulturelle Organisation diesen Beitrag lesen: Wir erklären unsere Ansichten gerne, einfach melden!</p>
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			<wfw:commentRss>http://www.denissimonet.ch/2011/04/15/wipo-%c2%abwenn-wir-nicht-handeln-verlieren-wir-alles%c2%bb/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutsche Content Allianz: Freunde des Internets. Oder so.</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2011/04/14/deutsche-content-allianz-freunde-des-internets-oder-so/</link>
		<comments>http://www.denissimonet.ch/2011/04/14/deutsche-content-allianz-freunde-des-internets-oder-so/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 08:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Content Allianz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Die Musik- und Filmindustrie bekämpfen seit Jahren das Filesharing durch erfolgreiche Lobbyarbeit und bewirken folglich eine Kriminalisierung der Internetbenutzer. Das Internetverbot-System wie in Frankreich (HADOPI) und wie von Ständerätin Géraldine Savary proklamiert ist nur ein Beispiel, wie unsere Freiheit angegriffen wird. Erst wenige Bands und eine Hand voll Labels haben eingesehen, dass altertümliche Geschäftsmodelle mit neuen Gesetzen nicht gerettet werden können. Eine Britische Studie... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/14/deutsche-content-allianz-freunde-des-internets-oder-so/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Musik- und Filmindustrie bekämpfen seit Jahren das Filesharing durch erfolgreiche Lobbyarbeit und bewirken folglich eine Kriminalisierung der Internetbenutzer. Das Internetverbot-System wie in Frankreich (HADOPI) und wie von Ständerätin Géraldine Savary <a href="http://www.denissimonet.ch/2010/04/19/braucht-die-schweiz-ein-gesetz-gegen-das-illegale-herunterladen/">proklamiert</a> ist nur ein Beispiel, wie unsere Freiheit angegriffen wird. Erst <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/03/10/die-leere-cd-als-geschaftsmodell-der-zukunft/">wenige Bands</a> und eine Hand voll Labels haben eingesehen, dass altertümliche Geschäftsmodelle mit neuen Gesetzen nicht gerettet werden können. Eine <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2011/03/is-file-sharing-the-global-future.ars" target="_blank">Britische Studie</a> stellt sich nun auch gegen die Kulturvervielfältigerlobby. Sie kommt zum Schluss, dass der Umsatzrückgang der Content-Industrie nichts Filesharing zu tun hat und ohne weiteres durch andere Faktoren erklärt werden kann.</p>
<p>Das hindert die Kulturverwerter natürlich nicht an der Fortführung ihrer Lobbyarbeit. So wird eine IFPI-Anwältin zur EU-Urheberrechtsbeauftragten <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/09/die-ifpi-ist-eu-urheberrechtsbeauftragte/">ernannt</a> und die EU will dem Erlöschen der Exklusivrechte an den Beatles-Aufnahmen mit einer <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-70-Jahre-Urheberrechtsfrist-fuer-Musik-1224511.html" target="_blank">Verlängerung der Schutzfrist</a> zuvor kommen. Als ob das nicht schon genug wäre, bildet sich nun auch noch die Deutsche Content Allianz. Mit an Bord: ARD, ZDF, der Verband der Musikindustrie, die GEMA, der Börsenverein des deutschen Buchhandels und die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft. Mit inhaltslosen Aussagen wie «das beste Netz ist nichts, wenn nichts darüber präsentiert wird» werben sie für «eine Vielfalt in der Presse- und Kulturlandschaft». Diese sei «unverzichtbar für die Weiterentwicklung unserer pluralistischen Gesellschaft und der Demokratie.»</p>
<p>Nach dieser wohlklingenden Einleitung durch Monika Piel kommt Markus Schächter dann langsam auf den Punkt. Es folgen ein paar populistische Aussagen, eine Prise Google Bashing, die Netzneutralität soll natürlich gewährleistet sein und dann kommt&#8217;s. Diesen Abschnitt zitiere ich unverändert von <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-Content-Allianz-will-Netzbetreiber-in-die-Pflicht-nehmen-1227459.html" target="_blank">heise online</a>:</p>
<blockquote><p>Die &#8220;größte Gemeinsamkeit&#8221; besteht dem ZDF-Chef zufolge bei der Forderung, Urheber- und Leistungsschutzrechte zum Schutz der kulturellen Vielfalt und als Basis für Wertschöpfung in der Informationsgesellschaft zu stärken. &#8220;Effektive Rechteklärungsmechanismen sind der beste Schutz gegen Piraterie&#8221;, warb Schächter an diesem Punkt vor allem für eine Stärkung legaler Angebote im Internet. In einem gemeinsamen Positionspapier der Allianz heißt es weiter, dass der &#8220;nachhaltige Schutz der Inhalte vor illegaler Verbreitung und Nutzung für die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft ein existenzielles Anliegen&#8221; sei. Der Gesetzgeber solle verhindern, &#8220;dass im Internet rechtsfreie Räume entstehen&#8221;. Er müsse &#8220;die dafür erforderlichen Maßnahmen umgehend in Angriff nehmen&#8221;.</p>
<p>[...]</p>
<p>Wichtig sei es, dass die Arbeitsplätze in der Kulturindustrie &#8220;nicht auf dem Altar der digitalen Coolness&#8221; geopfert würden. Der Politik müsse klar werden, dass die &#8220;ominöse Netzgemeinde&#8221; nicht immer die Interessen der Allgemeinheit vertrete.</p></blockquote>
<p>Es ist zwar schmeichelnd, dass zur Abwechslung nicht von der Existenz sondern von der Entstehung eines rechtsfreien Raums die Rede ist. Doch mit der letzten Aussage wird schlussendlich klar, worum es tatsächlich geht. Nicht etwa um eine Vielfalt im Internet und auch nicht um der Demokratie Willen. Es geht schlicht um die Rettung von Strukturen aus dem letzten Jahrtausend. Und natürlich um die Sicherung der eigenen Arbeitsplätze.</p>
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		<title>Die IFPI ist EU-Urheberrechtsbeauftragte</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 09:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[IFPI]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Martin-Prat]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>NZZ Online berichtete gestern über Maria Martin-Prat, die Mitte April das Amt des aktuellen EU-Urheberrechtsbeauftragten Tilman Lüder übernehmen wird. Martin-Prat war 5 Jahre lang als Chefjuristin bei der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) tätig, gelte als Hardlinerin und kritisierte offenbar bereits die Privatkopie, weil sie einen Umsatzrückgang bewirke. Wenn ich 2 iPods habe soll ich also gefälligst auch zwei mal dieselben Lieder kaufen. Man könnte meinen, der... <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/09/die-ifpi-ist-eu-urheberrechtsbeauftragte/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>NZZ Online <a href="http://www.nzz.ch/magazin/digital/maria_martin-prat_wird_eu-urheberrechtsbeauftragte_1.10164622.html" target="_blank">berichtete</a> gestern über Maria Martin-Prat, die Mitte April das Amt des aktuellen EU-Urheberrechtsbeauftragten Tilman Lüder übernehmen wird. Martin-Prat war 5 Jahre lang als Chefjuristin bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/IFPI" target="_blank">IFPI</a> (International Federation of the Phonographic Industry) tätig, gelte als Hardlinerin und kritisierte offenbar bereits die Privatkopie, weil sie einen Umsatzrückgang bewirke. Wenn ich 2 iPods habe soll ich also gefälligst auch zwei mal dieselben Lieder kaufen. Man könnte meinen, der Interessenkonflikt komme mit der Eleganz des Elefanten im Porzellanladen daher. Ausser den Europa-Abgeordneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Engström" target="_blank">Christian Engström</a> (Piratenpartei Schweden) und Marietje Schaake (niederländische Liberale) scheint es aber keinem aufzufallen, geschweige denn zu stören. Die beiden Abgeordneten wandten sich folgendermassen an die EU-Kommission: «Sieht die Kommission kein Problem darin, wichtige Positionen mit Leuten zu besetzen, die vorher für Interessenverbände gearbeitet haben und sich dabei mit Themen beschäftigt haben, mit denen sie es auch in ihrem neuen Job zu tun haben?» Die Kommission findet nein.</p>
<p>Es überrascht nicht, dass sich Martin-Prat als allererstes für eine neue EU-Richtline zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums (IPRED) und für <a href="http://www.denissimonet.ch/2010/07/15/trotz-maulkorb-die-transparenz-siegt/" target="_blank">ACTA</a> einsetzen wird. Die IFPI hat also nun ihre Lobbyistin an der richtigen Stelle. Wie ich gegenüber NZZ Online bereits sagte: Eine IFPI-Anwältin zur EU-Urheberrechtsbeauftragten zu ernennen ist genau so unsinnig wie einen Pharmaindustrievertreter zum Gesundheitsbeauftragten zu machen. Interessenkonflikte sind programmiert, eine Verbesserung der Situation ist nicht zu erwarten. Daher empfinde ich diese Wahl, gelinde gesagt, als sehr unglücklich.</p>
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