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	<title>Denis Simonet</title>
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	<description>über die Piraten, Politik und Alltag</description>
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		<title>Unerwartete Wendung</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 22:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Das fliegende Spaghettimonster ist mit mir]]></category>
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		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Über mein Erlebnis in der ersten Klasse des Regioexpress von Biel nach Bern habe ich ja berichtet. Nun gibt es Neuigkeiten, die ich unbedingt mit dem Internet teilen will. Nach dem unfreundlichen Telefonat mit dem Inkassobüro hatte ich mich per E-Mail noch einmal an dieselbe Stelle gewandt, um diverse Dinge zu klären. Im Wesentlichen habe ich meinen Blogbeitrag geschickt, verziert mit höflichen Floskeln. Wie man das eben macht. Zur Erinnerung: Zu diesem Zeitpunkt ging es mir gar nicht mehr nur um... <a href="http://www.denissimonet.ch/2013/02/02/unerwartete-wendung/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Über mein Erlebnis in der ersten Klasse des Regioexpress von Biel nach Bern habe ich ja <a href="http://www.denissimonet.ch/2013/01/22/strafgebuhrenfalle-klassenwechsel/" target="_blank">berichtet</a>. Nun gibt es Neuigkeiten, die ich unbedingt mit dem Internet teilen will.</p>
<p>Nach dem unfreundlichen Telefonat mit dem Inkassobüro hatte ich mich per E-Mail noch einmal an dieselbe Stelle gewandt, um diverse Dinge zu klären. Im Wesentlichen habe ich meinen Blogbeitrag geschickt, verziert mit höflichen Floskeln. Wie man das eben macht.</p>
<p>Zur Erinnerung: Zu diesem Zeitpunkt ging es mir gar nicht mehr nur um die 70 Franken, sondern auch um die garstige Art der Mitarbeiterin und ganz grundsätzlich darum, klarzustellen, dass die neue Regelung ziemlich verwirrend ist.</p>
<p>Nur einen Tag später erhielt ich dann auch schon eine Antwort. Leider ging die Dame aber überhaupt nicht auf meine Fragen ein. Es waren Textbausteine, die erklären, warum Kontrollen in Stichproben sinnvoll und üblich sind. Die Mail endete folgendermassen:</p>
<blockquote><p>Aus diesen Gründen ist ein Entgegenkommen nicht möglich. Bitte begleichen Sie unsere Forderung fristgerecht &#8211; vielen Dank.</p></blockquote>
<p>Ich habe mich geweigert, das als Antwort zu akzeptieren &#8211; schliesslich wurde nur eine der Facetten beantwortet. Viel brachte das aber nicht. Mir wurde darauf hin einfach noch einmal etwas ausführlicher erklärt, dass man im Voraus ein Billet lösen muss (danke, das hatte ich eigentlich schon verstanden&#8230;). Ausserdem betonte die Sachbearbeiterin diesmal, dass ihre Kollegin alles richtig gemacht habe. Sie schloss:</p>
<blockquote><p>Für Ihre weiteren Fragen, wenden Sie sich bitte an den Kundendienst, der für Beschwerden aller Art zuständig ist (<a href="mailto:kundendienst@sbb.ch">kundendienst@sbb.ch</a>).</p>
<p>Da wir Ihnen unsere Haltung bereits ausführlich mitgeteilt haben, möchten wir die Korrespondenz hiermit gern abschliessen. Bitte begleichen Sie unsere Forderung fristgerecht &#8211; vielen Dank.</p></blockquote>
<p>Da ich wie schon gesagt an mehr interessiert war als am Punkt, dass man vor der Fahrt ein Billet lösen muss, bin ich dem Vorschlag gefolgt und habe den Mailverkehr an den Kundendienst weitergeleitet. Die konkrete Frage: Verstehen die SBB das unter Kundenservice?</p>
<p>Diese Reaktion war eher prinzipieller Natur. Eigentlich fand ich mich schon mit der Busse ab und wähnte meinen Versuch, ein konstruktives Feedback anzubringen, als gescheitert. Die Forderung wollte ich natürlich fristgerecht begleichen. Nicht, weil das Inkassobüro das so schön schreiben kann, sondern weil man Forderungen nun mal fristgerecht begleicht.</p>
<p>Umso überraschter war ich, als ich heute einen Brief von den SBB erhielt. Ohne weitere Umschweife will ich ihn mit euch teilen:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Simonet</p>
<p>Das unangenehme Erlebnis auf Ihrer Fahrt von Biel nach Bern im RegioExpress tut mir sehr leid.</p>
<p>Wir haben festgestellt, dass die Regelung für den Kauf von Klassenwechseln im RegioExpress nicht ausreichend und klar kommuniziert ist. In den betroffenen Zügen wurden vor dieser Anpassung die Pendler zwar mit Flyer und Durchsagen informiert. Im Kursbuch und unter www.fahrplanfelder.ch ist auch ersichtlich, dass die RegioExpress-Züge ohne Zugbegleiter verkehren. Doch mit dem Einsatz von Rollmaterial aus dem Fernverkehr führt dies verständlicherweise zu Verwirrungen.</p>
<p>Seit Fahrplanwechsel 2011 gelten alle RegioExpress-Züge in der Schweiz als Regionalzüge und somit kann im Zug kein Klassenwechsel und kein Streckenwechsel gelöst werden.</p>
<p>Aus betrieblichen Gründen (Durchsagen im Zug, Türschliessungen, etc.) müssen die RE-Züge zwischen Biel und Bern von unserem Personal weiterhin begleitet werden. Eine Änderung wird per Fahrplanwechsel 2013 stattfinden, wenn das neue Rollmaterial (analog S-Bahn) eingesetzt werden kann. Weiter prüfen die verantwortlichen Stellen eine entsprechende Kommunikation im Online-Fahrplan und im Kursbuch.</p>
<p>Sie haben uns auf eine Lücke aufmerksam gemacht sehr geehrter Herr Simonet &#8211; dafür danke ich Ihnen im Namen unseres Kundendiensts und im Namen meiner Kollegen vom Fernverkehr. Ihre Busse hat das Inkassocenter storniert, Sie werden keine Rechnung erhalten.</p>
<p>Die negative Erfahrung, welche Sie mit einer unserer Mitarbeiterinnen am Telefon gemacht haben, bedaure ich. Selbstverständlich entspricht es nicht der Philosophie des Kundendienstes, unsere Kundinnen und Kunden zu verunsichern oder gar zu verärgern. Von unserem Personal erwarten wir ein freundliches Verhalten und eine kompetente Beratung gegenüber unseren Kunden.</p>
<p>Wir haben uns überlegt, wie wir uns nebst der Stornierung der Busse erkenntlich zeigen können und schenken Ihnen gerne einen Tagesklassenwechsel, welchen Sie vor Abfahrt bequem abstempeln können und für eine längere Reise in der 1. Klasse einsetzen können.</p>
<p>Ich hoffe, dass Sie wieder gerne mit uns unterwegs sind.</p></blockquote>
<p>Oha! Das kommt nun wirklich unerwartet. Nicht nur, dass mir die SBB voll und ganz Recht geben, sie schenken mir sogar noch einen Tagesklassenwechsel im Wert von 50 Franken. Ja, ich bin wieder gerne mit den SBB unterwegs und bedanke mich herzlich für die freundliche Beantwortung meiner Beschwerde! Von meiner Zugfahrt mit dem geschenkten Klassenwechsel werde ich noch einmal berichten :).</p>
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</ol></p>
</div>
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		<title>Strafgebührenfalle Klassenwechsel</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2013 09:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bummler]]></category>
		<category><![CDATA[Busse]]></category>
		<category><![CDATA[Inkassocenter]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[Schnellzug]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizerische Bundesbahnen]]></category>
		<category><![CDATA[Service poubelle]]></category>
		<category><![CDATA[Strafgebühr]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es gibt Schnellzüge und es gibt Bummler. Der Schnellzug zeichnet sich dadurch aus, dass er nur an wichtigen Ortschaften hält und folglich - oh Wunder - schnell ist. Genau das Gegenteil gilt beim Bummler: Er lässt kein noch so kleines Bahnhöfchen aus und braucht eine gefühlte Ewigkeit für die gleiche Strecke. Es gibt auch noch einen anderen Unterschied: In Schnellzügen kann man gegen einen Zuschlag ein Billet lösen, in Bummlern nicht. So habe ich es als Kind gelernt. Nun hat sich das geändert.... <a href="http://www.denissimonet.ch/2013/01/22/strafgebuhrenfalle-klassenwechsel/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Schnellzüge und es gibt Bummler. Der Schnellzug zeichnet sich dadurch aus, dass er nur an wichtigen Ortschaften hält und folglich &#8211; oh Wunder &#8211; schnell ist. Genau das Gegenteil gilt beim Bummler: Er lässt kein noch so kleines Bahnhöfchen aus und braucht eine gefühlte Ewigkeit für die gleiche Strecke. Es gibt auch noch einen anderen Unterschied: In Schnellzügen kann man gegen einen Zuschlag ein Billet lösen, in Bummlern nicht. So habe ich es als Kind gelernt.</p>
<p>Nun hat sich das geändert. Die SBB haben im Rahmen ihres Dienstleistungsabbaumarathons die <a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/story/SBB-verkaufen-keine-Billette-mehr-in-Zuegen-29900058" target="_blank">glorreiche Idee</a> umgesetzt, in allen Zügen die Möglichkeit zu streichen, Billete zu lösen. Mit einer Ausnahme: Klassenwechsel sollen weiterhin möglich sein.</p>
<p>Ich wohne in Ipsach, habe seit Jahren das Generalabonnement und fahre seit denselben Jahren regelmässig mit dem Zug durch die Schweiz. In Biel gibt es unter anderem einen Schnellzug nach Zürich, einen nach Lausanne und einen nach Basel. Ausserdem ist da die S3 (ein Bummler) sowie der Schnellzug nach Bern. Die S3 hält wie für einen Bummler üblich in allen möglichen Dörfern, wohingegen der Schnellzug genau in Lyss und Bern einen Stop einlegt.</p>
<p>Der Schnellzug von Biel nach Bern war mal ein Interregio (IR). Vor ein paar Jahren wurde er dann umbenannt zu einem Regioexpress (RE). Ausser dieser Umbenennung blieb aber alles beim Gleichen. Ok, nicht ganz. Das Rollmaterial hat gewechselt &#8211; es sind nun haargenau die gleichen Eisenbahnwagen wie die, welche einmal die Stunde nach Zürich fahren.</p>
<p>Da ich oft unterwegs bin, kommt es auch immer mal wieder vor, dass ich mir einen Klassenwechsel gönne. Manchmal ist der Zug einfach zu voll und man ist gerade nicht in der Laune, auf Sardine in der Büchse zu machen. Das ist auch gar nicht so teuer wie es klingt: Nach Bern kostet es mit dem GA 5 Franken, nach Zürich 15. Diese Klassenwechsel konnte man immer im Zug lösen, auch heute ist das in Schnellzügen noch möglich. Ich habe das über die Jahre immer mal wieder getan, zweitweise hatte ich sogar monatliche Klassenwechsel. Letztes Jahr kam das weniger vor &#8211; es hat sich mal nach Zürich ergeben, aber nie nach Bern.</p>
<p>Letzten Freitag war es dann mal wieder so weit. Der Schnellzug von Biel nach Bern war voll und ich war müde und wollte mich etwas entspannen. Ich setzte mich also &#8211; wie schon duzende Male zuvor &#8211; spontan in die erste Klasse und legte den Fünfliber bereit. Als dann der Kontrolleur kam zeigte ich wie immer das GA mit dem Fünfliber zusammen und bestellte einen Klassenwechsel. Genau so, wie ich es ein paar Monate zuvor im Zug von Biel nach Zürich erfolgreich getan hatte &#8211; im haargenau gleichen Rollmaterial mit der gleichen Beschriftung von wegen Selbstkontrolle.</p>
<p>Doch an diesem Freitag blieb der Erfolg aus. Der Zugbegleiter verweigerte den Klassenwechsel. Da der Schnellzug von Biel nach Bern ein Regioexpress ist, sei es nicht möglich, einen Klassenwechsel zu lösen. Ich war natürlich verwirrt und fragte ihn, was der Unterschied zwischen einem Schnellzug nach Bern und einem Schnellzug nach Zürich sei. Den Unterschied verstehe ich eigentlich immer noch nicht, aber ich halte nun eine Busse von 70 Franken in Händen. Eine Frechheit! Ich kam mir einfach nur verarscht vor. Ich komme mir auch heute noch einfach nur verarscht vor.</p>
<p>Natürlich will ich das nicht auf mir sitzen lassen. Bis gestern ist es mir nicht gelungen, mit der Inkassostelle der SBB die Sache anzuschauen. Als ich Freitag anrief hiess es, die Bussen werden jeweils um Mitternacht übermittelt. Ich soll also Montag noch einmal anrufen. Gut, das kann ja passieren. Als ich gestern anrief, war immer noch nichts im System. Heute hat es dann geklappt. Die Dame hat mir auf meine freundliche Anfrage, ob sie mir die Busse wegen dem offensichtlichen Missverständnis nicht erlassen können, wörtlich gesagt:</p>
<blockquote><p>Nein, Sie müssen sich im Voraus ekundigen, jetzt sind Sie halt 75Fr los.</p></blockquote>
<p>Nicht nur dass ich hier alles andere als wie ein Kunde behandelt werde, die Dame am Telefon hat mir auch noch Schwachsinn erzählt. Sie behauptete, man könne nur in den Zügen Klassenwechsel lösen, wo kein Selbstkontrolle-Zeichen ist. Das ist definitiv falsch &#8211; ich konnte im genau gleichen Rollmaterial (also folglich auch mit genau den gleichen Symbolen) von Biel nach Zürich in die erste Klasse sitzen und 15 Franken für einen Klassenwechsel bezahlen.</p>
<p>Nicht einmal die Angestellten der SBB kommen mit dem neuen Gebührenchaos der SBB klar. Wie soll da ein Zugpassagier wissen, wann man einen Klassenwechsel lösen kann und wann man stattdessen 70 Franken Busse aufgedrückt bekommt? Doch es kommt noch schlimmer. Auf Twitter hat mir gestern @railservice <a href="https://twitter.com/RailService/status/293296777208156161" target="_blank">verraten</a>, dass es auch RE gibt, wo ein Klassenwechsel möglich ist:</p>
<blockquote><p>Es gibt aber Ausnahmen: Die RE der BLS nach NE, LU und Lötschberg sind begleitet und auch der SOB Voralpenexpress.</p></blockquote>
<p>Ich fasse zusammen. Es ist seit einem Jahr nicht mehr möglich, in Zügen Billete zu lösen. Ausser es ist ein Klassenwechsel &#8211; dann geht es nämlich bei Schnellzügen. Allerdings gibt es richtige Schnellzüge und Pseudoschnellzüge. RE sind meistens Pseudoschnellzüge und man kann dort keine Klassenwechsel lösen. Ausser der Zug fährt nach Neuenburg, Luzern oder Lötschberg oder es ist der SOB Voralpenexpress. Das sieht man von aussen dem Zug allerdings nicht an. Wer sich dieser logischen und einfachen Regel&lt;/ironie&gt; nicht bewusst ist, schlägt sich dann mit dem Inkassobüro herum, welches einem auch noch frech kommt. Ausserdem weiss das Personal selber nicht, welche Regeln gerade gelten.</p>
<p>Gratuliere, liebe SBB. Ihr habt erfolgreich demonstriert, wie ein Monopolist seine Kunden ausnehmen und wie Dreck behandeln kann. Mich sähet ihr in der Privatwirtschaft als Kunde nie wieder!</p>
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</ol></p>
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 <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4528&amp;md5=95095e033fc2c240f84f6e1ba320c6c9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Digitalpolitik: FDP an Bord</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/12/23/digitalpolitik-fdp-an-bord/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 19:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nun hat es nach den Grünen also auch die FDP geschafft: Digitalpolitik steht auf dem Programm! Seit heute ist das Positionspapier «Digitalpolitik» der FDP über das Internet abrufbar. Gerade gelesen, will ich meine Eindrücke mit der Welt teilen. Das Papier beginnt vielversprechend. Es ist die Rede von technologischem Fortschritt, ja gar von einem wichtigen Stellenwert der digitalen Welt in unserem Alltag. Sympathisch sind auch die einleitenden Worte zum Urheberrecht. Die FDP sieht eine Entwicklung... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/23/digitalpolitik-fdp-an-bord/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat es <a href="http://netzpolitik.gruene.ch/nun-haben-auch-die-fdp-die-liberalen-ein-netzpolitik-papier/" target="_blank">nach den Grünen</a> also auch die FDP geschafft: Digitalpolitik steht auf dem Programm! Seit heute ist das <a href="http://www.fdp.ch/images/stories/Dokumente/Positionspapiere/20121220_PP_Digitalpolitik_FDP_d.pdf" target="_blank">Positionspapier</a> «Digitalpolitik» der FDP über das Internet abrufbar. Gerade gelesen, will ich meine Eindrücke mit der Welt teilen.</p>
<p>Das Papier beginnt vielversprechend. Es ist die Rede von technologischem Fortschritt, ja gar von einem wichtigen Stellenwert der digitalen Welt in unserem Alltag. Sympathisch sind auch die einleitenden Worte zum Urheberrecht. Die FDP sieht eine Entwicklung der digitalen Gewohnheiten, die zu neuen Herausforderungen führen. Die damit einhergehenden Probleme zu lösen sei in der Eigenverantwortung der Unternehmen und Künstler, «staatlichen Interventionismus» lehnt die FDP ab.</p>
<p>Leider ist im Abschnitt «Liberale Anpassung des wirtschaftlichen Modells» dann aber die Rede von illegalen Downloads, ausserdem werden die Urheber ermutigt, ihre Werke mit technischen Mitteln zu schützen. Ein verwunderlicher Vorschlag, denn gemäss dem gleichen Text wird die Nachfrage nach bezahlten Leistungen im Internet nicht erfüllt &#8211; weder quantitativ noch qualitativ und schon gar nicht in der Vielfalt. Digital Rights Management (DRM), was die FDP mit technischen Mitteln wohl meint, steht den qualitativen Anforderungen der Konsumenten entgegen &#8211; die Situation würde also verschlimmert statt verbessert.</p>
<p>Wenig überraschend will die FDP am Konzept «Geistiges Eigentum» festhalten:</p>
<blockquote><p>Urheberrechte müssen als Eigentumsrechte geschützt werden – es ist notwendig, den Kampf gegen das Herunterladen fortzusetzen und zu intensivieren – die Urheber und Rechtsinhaber sind aber für den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Werke und die Durchsetzung ihrer Rechte selber verantwortlich.</p></blockquote>
<p>Das ist schade, denn das Internet führt eindeutig vor Augen, dass im Reich der digitalen Kopie nicht die gleichen Regeln gelten wie etwa im CD-Laden oder im Kino. Immaterialgüterrechte als Eigentumsrechte zu verstehen, also immaterielle Güter einem Auto oder Apfel gleichzusetzen, <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/04/25/das-internet-ist-kein-nazi-regime/" target="_blank">funktioniert nicht</a>.</p>
<p>Gut finde ich wiederum die Forderung nach dem Recht für Urheber, ihre Werke «gratis» abzugeben &#8211; also z.B. unter einer Creative-Commons-Lizenz. Auch der folgende Satz freut mich, womit wir beim Thema Privatsphäre sind:</p>
<blockquote><p>Ausser in Strafverfahren dürfen Daten ohne Wissen und Einverständnis der Betroffenen weder gesammelt noch bearbeitet werden.</p></blockquote>
<p>Ich hoffe, die FDP meint es so wie es da steht und stellt sich konsequenter Weise auch gegen die Vorratsdatenspeicherung. In Anbetracht der anstehenden BÜPF-Revision wäre das super.</p>
<p>Dann ist da noch ein Abschnitt über E-Voting und E-Collecting. Die FDP steht der elektronischen Stimmabgabe vorbehaltlos positiv gegenüber und wertet die vergangenen <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/03/14/wenn-schon-e-voting-dann-bitte-richtig/" target="_blank">Experimente mit Vote Électronique</a> als Erfolg. Beunruhigend, zumal die bestehenden Lösungen weder transparent noch sicher sind. Solange das nicht geändert wird, kommt E-Voting nicht in Frage.</p>
<p>Auch wenn einige wichtige Punkte wie Netzneutralität oder zentrale Datenbanken nicht angesprochen werden, freut es mich, dass sich nun, neben den <a href="http://www.piratenpartei.ch/Modernisierung_des_Urheberrechts" target="_blank">Piraten</a> und den <a href="http://www.gruene.ch/web/gruene/de/news/netzpolitik.html" target="_blank">Grünen</a>, auch die FDP digitalpolitische Gedanken macht. Möge die Debatte beginnen!</p>
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		<title>Seufz. Ihr habt den Falschen&#8230;</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/12/20/seufz-ihr-habt-den-falschen/</link>
		<comments>http://www.denissimonet.ch/2012/12/20/seufz-ihr-habt-den-falschen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 17:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Aargauer Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[AZ Medien]]></category>
		<category><![CDATA[bzBasel]]></category>
		<category><![CDATA[Ich war es nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als mich letzten Dienstag ein Journalist anschrieb und einen Twitter-Account von mir haben wollte, war ich doch etwas erstaunt: Sehr geehrter Herr Simonet Sie haben freundlicherweise unter bz Basel einen Twitter-Account eröffnet. Nun will die Redaktion unter diesem Account selbst publizieren. Ich möchte Sie daher bitten, mit die Zugangsdaten zu überlassen, so dass wir den Account selber betreiben können. Vielen Dank. Ich wünsche einen guten Tag Verdutzt fragte ich zurück, wie er denn auf mich... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/20/seufz-ihr-habt-den-falschen/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als mich letzten Dienstag ein Journalist anschrieb und einen Twitter-Account von mir haben wollte, war ich doch etwas erstaunt:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Simonet</p>
<p>Sie haben freundlicherweise unter bz Basel einen Twitter-Account eröffnet. Nun will die Redaktion unter diesem Account selbst publizieren. Ich möchte Sie daher bitten, mit die Zugangsdaten zu überlassen, so dass wir den Account selber betreiben können. Vielen Dank.</p>
<p>Ich wünsche einen guten Tag</p></blockquote>
<p>Verdutzt fragte ich zurück, wie er denn auf mich komme. Ob er auf gut Glück alle aktiven Twitterer anschreibe oder ob gar Twitter fälschlicherweise meinen Namen herausgegeben habe? Seine Antwort:</p>
<blockquote><p>Das ist nicht nötig, sie selbst haben sich beim ersten Twitter-Eintrag aus Autor geoutet (siehe Screeshot).</p></blockquote>
<p>Öhm, ok? Dann werfen wir doch mal einen Blick auf den Screenshot.</p>
<p><a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/20/seufz-ihr-habt-den-falschen/twitter_bz/" rel="attachment wp-att-4476"><img class="size-medium wp-image-4476 alignleft" alt="Twitter_bz" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/12/Twitter_bz-300x162.jpg" width="300" height="162" /></a></p>
<div style="clear: both;"></div>
<p>Aha! Es geht also um @bzBasel. Das ergibt Sinn, zumal es sich beim Herrn, der mich anschrieb, um den Leiter Online und Multimedia der Aargauer Zeitung handelt.</p>
<p>Ja, ich gebe zu, dass ich am 18. Juli von diesem Account angeschrieben wurde. Allerdings sind meine Initialen nicht CM. Ein Missverständnis! Das schrieb ich ihm auch direkt so und ich wünschte ihm viel Erfolg bei seiner Mission. Darauf antwortete er:</p>
<blockquote><p>Dann wissen Sie ja, wer ihn eröffnet hat. Sie müssen uns nicht helfen, ich kanns durchaus via Twitter machen. Ich dachte mir, dass der direkte Kontakt weiter hilft…</p></blockquote>
<p>Ohje. Nein, ich weiss auch nicht wer das Konto eröffnet hat! Junge, man muss sich nicht kennen um auf Twitter miteinander zu kommunizieren. Das ist wie beim Telefonieren. Ich kann alle Nummern anrufen, die es gibt. Auch wenn ich die Person, der sie gehört, nicht kenne. Das ist eigentlich gemeinhin bekannt, es gibt sogar Marketingfirmen mit <a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/Ein-Kaestchen-gegen-Telefonverkaeufer-30622066" target="_blank">unlauterer Geschäftspraxis</a>, die diese Eigenschaft ausnutzen.</p>
<p>Also noch einmal, liebe AZ Medien. Mir gehört der Account nicht und ich habe nichts mit dem Account zu tun. Bitte glaubt mir das und schickt mir nicht auch noch eine gerichtliche Verfügung oder sowas ins Haus. Dennoch wünsche ich noch einmal viel Glück beim Versuch, das Konto zu übernehmen.</p>
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 <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4475&amp;md5=92e0ec7a5ef7d7f91293f8b15ff0a854" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>How WIPO discusses enforcement</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/12/19/how-wipo-discusses-enforcement/</link>
		<comments>http://www.denissimonet.ch/2012/12/19/how-wipo-discusses-enforcement/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2012 15:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[ACE]]></category>
		<category><![CDATA[Advisory Committee on Enforcement]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Geneva]]></category>
		<category><![CDATA[Infringement]]></category>
		<category><![CDATA[Intangible Assets]]></category>
		<category><![CDATA[Intellectual Property Rights]]></category>
		<category><![CDATA[IPR]]></category>
		<category><![CDATA[Piracy]]></category>
		<category><![CDATA[Pirate Parties International]]></category>
		<category><![CDATA[PPI]]></category>
		<category><![CDATA[WIPO]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Thanks to the Civil Society Coalition (CSC) I could attend the today's meeting of the Advisory Committee on Enforcement (ACE) in Geneva. This is the eighth session of the group which does coordination work to combat counterfeiting and piracy activities, on behalf of the World Intellectual Property Organization (WIPO). Here are my impressions. First of all it is important to understand that this committee does not primarily discuss author rights or copyright. It is about intellectual property in general,... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/19/how-wipo-discusses-enforcement/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/12/logo_2010.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-4467" title="logo_2010" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/12/logo_2010.gif" alt="" width="164" height="70" /></a>Thanks to the Civil Society Coalition (<a href="http://www.civilsocietycoalition.org/" target="_blank">CSC</a>) I could attend the today&#8217;s meeting of the Advisory Committee on Enforcement (<a href="http://www.wipo.int/meetings/en/details.jsp?meeting_id=25015" target="_blank">ACE</a>) in Geneva. This is the eighth session of the group which does coordination work to combat counterfeiting and piracy activities, on behalf of the World Intellectual Property Organization (<a href="http://www.wipo.int/portal/index.html.en" target="_blank">WIPO</a>). Here are my impressions.</p>
<p>First of all it is important to understand that this committee does not primarily discuss author rights or copyright. It is about intellectual property in general, which I prefer to call intangible assets. Even though the ACE explicitly does not do norm setting, its work could affect future treaties on enforcement &#8211; let us consider ACTA as an example how this could go terribly wrong. That&#8217;s the reason why I thought it is worth a closer look and therefore I visited this meeting as a PPI board member. Incognito, cloaked as a CSC representative.</p>
<p>As this already is the eighth meeting, there was much said and much done before. The Secretariat summarized the almost 10 years of work in a <a href="http://www.wipo.int/edocs/mdocs/enforcement/en/wipo_ace_8/wipo_ace_8_3-main1.doc" target="_blank">document</a> (also see the <a href="http://www.wipo.int/edocs/mdocs/enforcement/en/wipo_ace_8/wipo_ace_8_3-annex1.doc" target="_blank">compilation of proposals</a>). This document makes clear that the Committee defines a topic on a yearly basis. The current one is about «IPRs infringements in all its complexities».</p>
<p>The meeting became very interesting when Hungary presented a <a href="http://www.wipo.int/edocs/mdocs/enforcement/en/wipo_ace_8/wipo_ace_8_4.doc" target="_blank">survey</a> about «Consumers’ Awareness and Attitudes in Relation to Counterfeiting». It came out that one fifth of the surveyed persons would download products from illegal sources. There was also another survey with students where the results say that half of the participants download content on a regular basis. To my surprise BitTorrent still seems to be the preferred source for music and movies, followed by forums. Furthermore the document says:</p>
<blockquote><p>According to the students’ responses, downloading is popular since it offers an extremely simple way to obtain content, the demand can be fulfilled immediately, and furthermore, it is free of charge and it can provide access to content that cannot be found in legal trade yet.</p></blockquote>
<p>It seems that educated persons do the most file sharing. Therefore a delegate asked whether educated persons should be educated about the consequences of IP infringement. I tend to say no, but this is not for here.</p>
<p>Another interesting part was about how to estimate the impact of Intellectual Property Rights (IPR) infringements. The RAND Europe, an independent not-for-profit research institute, did some research on this matter. In the introduction of their <a href="http://www.wipo.int/edocs/mdocs/enforcement/en/wipo_ace_8/wipo_ace_8_7.doc" target="_blank">document</a> they write:</p>
<blockquote><p>[T]here is some empirical evidence of negative impacts of these infringements in specific sectors. However, most of these efforts lack a transparent methodology, suffer from serious methodological or data limitations or are funded by stakeholders in the debate.</p></blockquote>
<p>They came up with some propositions for IPR but added that copyright infringements are different and very complicated to rate.</p>
<p>Of course there were also other interesting and important discussions which would bloat this text. If you are interested in more information just look through the <a href="http://www.wipo.int/meetings/en/details.jsp?meeting_id=25015" target="_blank">list of documents</a>. The material is quite detailed.</p>
<p>Last but not least I&#8217;d like to thank the CSC for giving me and us pirates the opportunity to visit WIPO. These meetings seem to be a very good place for networking and I hope to attend more of them in the future.</p>
<p><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/12/20121219_1634131.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4472" title="20121219_163413" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/12/20121219_1634131-768x1024.jpg" alt="" width="461" height="614" /></a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Inkompetenz oder Habgier?</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/12/09/inkompetenz-oder-habgier/</link>
		<comments>http://www.denissimonet.ch/2012/12/09/inkompetenz-oder-habgier/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 10:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach den abenteuerlichen Ausführungen von letzter Woche in der SonntagsZeitung äussert sich der Verband Schweizer Medien auch heute äusserst realitätsblind. Diesmal wollen die Verlage juristisch verhindern, dass Google ihre Inhalte «stiehlt». Eigentlich ist das dermassen lächerlich, dass jeglicher Kommentar überflüssig sein sollte. Andererseits darf die Macht solcher Lobbyverbände nicht unterschätzt werden. Ich habe mich also entschieden, noch einmal zu sagen: Schwachsinn! Zu Recht wird in... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/09/inkompetenz-oder-habgier/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/02/innovativ-sein-ihr-musst-ehrwurdige-verlage/" target="_blank">abenteuerlichen Ausführungen</a> von letzter Woche in der SonntagsZeitung <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/home/artikel-detailseite/?newsid=237542" target="_blank">äussert sich</a> der Verband Schweizer Medien auch heute äusserst realitätsblind. Diesmal wollen die Verlage juristisch verhindern, dass Google ihre Inhalte «stiehlt».</p>
<p>Eigentlich ist das dermassen lächerlich, dass jeglicher Kommentar überflüssig sein sollte. Andererseits darf die Macht solcher Lobbyverbände nicht unterschätzt werden. Ich habe mich also entschieden, noch einmal zu sagen: Schwachsinn!</p>
<p>Zu Recht wird in Social Media und Blogs die Frage laut: Sind die Medien so unglaublich inkompetent wie sie tun oder wollen sie einfach <a href="http://www.balthasar-glaettli.ch/2012/12/02/leistungsschutzrecht-verleger-wollen-funfer-und-weggli/" target="_blank">ds Füfi und ds Weggli</a>? Oder anders gefragt: Sollte man vom Dachverband für Arbeitgeber von Journalisten nicht erwarten können, in der Lage zu sein, eine simple Recherche zu tätigen?</p>
<p>Liebe Verlage, das was ihr überall zu lesen bekommt stimmt: <a href="http://philippe-wampfler.com/2012/12/07/kurz-erklart-robots-txt/" target="_blank">ihr</a> <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/luegen-fuers-leistungsschutzrecht-1/" target="_blank">habt</a> <a href="http://www.seo-united.de/blog/shortcuts/robots-txt-fur-dummies.htm" target="_blank">die</a> <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/06/robots-txt-for-dummies-verlage/" target="_blank">Wahl</a>! Jedes Kind kann Google anweisen, den angeblichen Diebstahl zu unterlassen. Aber das wollt ihr natürlich nicht. Nein, weil dann würde ja niemand mehr eure Inhalte finden.</p>
<p>Doch obwohl ihr willentlich von den zusätzlichen Besuchern profitiert, wollt ihr für diese Dienstleistung auch noch Geld bekommen. Seht ihr die Absurdität eurer Haltung nicht selber? Hört doch auf, euch als Opfer zu geben und seid bitte dankbar, dass Google kein Geld <em>von euch</em> verlangt.</p>
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<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2011/08/23/facebook-kreise-gesichtet/' rel='bookmark' title='Facebook-Kreise gesichtet!'>Facebook-Kreise gesichtet!</a></li>
<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2012/12/06/robots-txt-for-dummies-verlage/' rel='bookmark' title='robots.txt for Dummies (Verlage)'>robots.txt for Dummies (Verlage)</a></li>
</ol></p>
</div>
 <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4408&amp;md5=14f0e7e591e717fa3c3fd09e60842a81" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>robots.txt for Dummies (Verlage)</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/12/06/robots-txt-for-dummies-verlage/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2012 22:45:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Keese]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[robots.txt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Trauerspiel Leistungsschutzrecht geht weiter. So empört sich der Deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert ob Googles Anzeigekampagne und Springer-Chef Mathias Döpfner sieht in Google eine Hehlerbande. An Kampfparolen mangelt es offenbar nicht. Doch geht es weg von der Rhetorik, hin zu technischen Details, scheinen die Jungs überfordert zu sein. Christoph Keese, Lobbyist des Axel-Springer-Verlags, äusserte sich gegenüber horizont.net zu verschiedenen Vorwürfen. Auf die Frage, warum... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/06/robots-txt-for-dummies-verlage/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Trauerspiel <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/02/innovativ-sein-ihr-musst-ehrwurdige-verlage/" target="_blank">Leistungsschutzrecht</a> geht weiter. So <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lammert-kritisiert-google-kampagne-zum-leistungsschutzrecht-a-871168.html" target="_blank">empört sich</a> der Deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert ob Googles Anzeigekampagne und Springer-Chef Mathias Döpfner <a href="http://www.dwdl.de/nachrichten/38666/attacke_auf_google_doepfner_verschaerft_den_ton/" target="_blank">sieht</a> in Google eine Hehlerbande. An Kampfparolen mangelt es offenbar nicht. Doch geht es weg von der Rhetorik, hin zu technischen Details, scheinen die Jungs überfordert zu sein.</p>
<p>Christoph Keese, Lobbyist des Axel-Springer-Verlags, <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Springer-Lobbyist-Christoph-Keese-Google-ist-eine-Art-Taliban_111793.html" target="_blank">äusserte sich</a> gegenüber horizont.net zu verschiedenen Vorwürfen. Auf die Frage, warum die Verlage nicht einfach heute schon Google von der Indizierung ausschliessen, antwortet er:</p>
<blockquote><p>Wie sollen wir die denn sperren? Jetzt sagen Sie: mit Robots.txt. Und was geschieht dann? Man wird bei jeder Suchmaschine und jedem Aggregator unsichtbar. An oder Aus für alle und alles &#8211; das ist die einzige Wahl, die einem Robots.txt lässt. [...] Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt.</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass es in hohem Masse widersprüchlich ist, Google wegen Talibanismus auszusperren, alle anderen Suchmaschinen aber herzlich zu empfangen, ist das schlicht und ergreifend falsch.</p>
<p>Um das zu beweisen, greife ich nun <s>nach Google</s>in die <a href="http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=en&amp;answer=156449" target="_blank">Trickkiste</a> und vollbringe das Unmögliche. Hier und jetzt liefere ich einen Eintrag für robots.txt, der Google und nur Google anweist, die Indizierung einer ganzen Seite zu unterlassen. Seid ihr bereit? Here we go!</p>
<pre>User-Agent: Googlebot
Disallow: /</pre>
<p>Liebe Menschen beim Springer-Verlag. Jetzt wo ihr das wisst, könnt ihr bitte bitte bitte aufhören, das Internet kaputt zu machen und es unterlassen, euch gegen jede Art von Fortschritt zu wehren? Gebt doch einfach zu, dass es eine blöde Idee war.</p>
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</ol></p>
</div>
 <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4375&amp;md5=0dbab589f54491c923c4a8a9666b9bc5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Innovativ sein ihr müsst, ehrwürdige Verlage.</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/12/02/innovativ-sein-ihr-musst-ehrwurdige-verlage/</link>
		<comments>http://www.denissimonet.ch/2012/12/02/innovativ-sein-ihr-musst-ehrwurdige-verlage/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2012 13:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
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		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schweizer Verleger haben der Wurzel allen Übels den Krieg erklärt. Wer das angeblich Offensichtliche nicht selber zu sehen vermag, dem möge gesagt sein, dass bösen Zungen zufolge die Suchmaschinen an allem schuld sind. Ringier-Chef Marc Walder behauptet sogar, Google fördere indirekt das Zeitungssterben. Verleger Hanspeter Lebrument kündigt deshalb heute in der SonntagsZeitung an, beim Bundesrat vorstellig zu werden. Seine ehrenhafte Mission: die Schweizer Zeitungen retten. Was in Deutschland... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/02/innovativ-sein-ihr-musst-ehrwurdige-verlage/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schweizer Verleger haben der Wurzel allen Übels den Krieg erklärt. Wer das angeblich Offensichtliche nicht selber zu sehen vermag, dem möge gesagt sein, dass bösen Zungen zufolge die Suchmaschinen an allem schuld sind. Ringier-Chef Marc Walder behauptet sogar, Google fördere indirekt das Zeitungssterben. Verleger Hanspeter Lebrument kündigt deshalb heute in der SonntagsZeitung an, beim Bundesrat vorstellig zu werden. Seine ehrenhafte Mission: die Schweizer Zeitungen retten.</p>
<p>Was in Deutschland schon länger diskutiert wird, hat nun also wenig überraschend die Schweiz erreicht. Doch so schön die Kampfparolen auch klingen, Marc Walder und seine Gefährten haben die Orientierung verloren. Ich will mit diesem Beitrag versuchen, die Krieger wieder auf den richtigen Weg zu führen.</p>
<p>Beginnen wir mit der folgenden Aussage:</p>
<blockquote><p>Was Suchmaschinenbetreiber machen, ist eine moderne Art des Diebstahls.</p></blockquote>
<p>Wie Marc Walder im Interview mit der SonntagsZeitung <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/fokus/sonntagsgespraech/sonntagsgespraech-detailseite/?newsid=236833" target="_blank">sagt</a>, sei dies das nächste zentrale Thema des Verbands Schweizer Medien. Zusammengefasst gehe es um Piraterie im Internet. Die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage müssen gegen die unlautere Ausbeutung ihrer geistigen Inhalte durch Suchmaschinen wie Google geschützt werden, so Walder.</p>
<p>Ja, es ist einfach mit dem Finger auf Marktgiganten zu zeigen. Da Google sowieso als Datenkrake gilt und von vielen kritisch beäugt wird, ist es ein scheinbar einfaches Spiel, auf diese Art an zusätzliches Geld zu kommen. Auch ich bin der Meinung, dass Google beispielsweise bei Youtube ruhig einen Teil der Werbeeinnahmen an die Urheber abgeben soll. Doch beim Kerngeschäft, der Vermittlung von Inhalten, liegt eine total andere Situation vor. Als direkte Antwort auf die obigen Kampfparolen sage ich deshalb: Unsinn!</p>
<p>Zuerst einmal muss festgehalten werden, dass man mit einem <a href="http://www.webmaster-zentrale.de/suchmaschinenoptimierung/mit-einer-robots-txt-google-steuern/" target="_blank">einfachen Vorgang</a> Google anweisen kann, die Inhalte einer Website nicht zu indizieren. Habt ihr also ein Problem damit, dass Google euch in die Suchresultate einbezieht, dann verbietet es einfach. Das bedeutet auch, dass keinesfalls von Aneignung die Rede sein kann &#8211; die Verlage haben die Wahl.</p>
<p>Allerdings ist es aus diversen Gründen eine schlechte Idee, Inhalte der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Einerseits leidet dadurch die Vielfalt, andererseits blieben viele Besucher aus, die auch den Zeitungen Werbeeinnahmen generieren. Laut Matthias Meyer, Sprecher von Google Schweiz, vermitteln Google-Dienste immerhin bis zur Hälfte der Leser.</p>
<p>Unabhängiger Qualitätsjournalismus ist wichtig für eine gute Demokratie. Doch es sprechen viele Gründe gegen die Einführung einer «<a href="http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/schweiz/sp-arbeitet-neuem-modell-fuer-die-pressefoerderung" target="_blank">Schwerverkehrsabgabe</a>» im Internet. David Herzog hat das ausführlich betrachtet und es ergibt keinen Sinn, <a href="http://substanz.davidherzog.ch/die-content-tax-zerlegt-in-ihre-einzelteile/" target="_blank">seine Punkte</a> hier zu wiederholen. Stattdessen will ich noch ein paar Gedanken zu Paywalls loswerden.</p>
<p>Die Idee einer Paywall halte ich für sinnvoll. Doch Achtung: Bezahlung ist nicht dasselbe wie finanzielle Zuwendung. Mehrwerte für eine Zeitung können auch Verbreitung, Werbeeinnahmen oder gute Kommentare sein. Diese sollten als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Das gilt übrigens auch für Musik. Die Band Dope Stars Inc. <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/03/10/die-leere-cd-als-geschaftsmodell-der-zukunft/" target="_blank">hat das erkannt</a> und bezieht die Community gekonnt zu ihrem Vorteil ein.</p>
<p>Eine Paywall darf nicht mit einem Kinoeintritt verglichen werden. Was spricht dagegen, die Benutzer eine bestimmte Anzahl Artikel am Tag ohne Bezahlung lesen zu lassen? Wer mehr will, sollte bereit sein, etwas zu bezahlen. Ausserdem muss es eine einfache Möglichkeit geben, für einzelne Artikel zu bezahlen. Wer will schon eine ganze Zeitung kaufen, um genau einen Text darin zu lesen? Eine Möglichkeit ist auch, nur für besonders aufwändige Artikel eine Bezahlung zu verlangen.</p>
<p>Eine Mischung dieser Ideen ist möglich und sinnvoll. Doch das funktioniert nur richtig, wenn Suchmaschinen oft auf die Inhalte verweisen. Es ist der falsche Weg, Google zur Kasse zu bitten. Viel mehr sollte das Internet als Potenzial für ungeahnte Möglichkeiten gesehen werden.</p>
<p>Nun denn, liebe Kämpfer des Verbands Schweizer Medien. Wie das Orakel zu sagen pflegt: Ich kann euch nur den Weg zeigen. Beschreiten müsst ihr ihn selber.</p>
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</ol></p>
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		<title>Nach dem Shitstorm kommt die Ernüchterung</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Dec 2012 00:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Alistair McAlpine]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Dell]]></category>
		<category><![CDATA[Dell Hell]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Vorverurteilung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Shitstorm, der. Ein wiederkehrendes Phänomen in sozialen Netzwerken und Anglizismus des Jahres 2011. Firmen fürchten ihn, denn wenn aus Frustration Wut wird, die sich auch noch viral verbreitet, leidet das Image. Eines der bekannten Beispiele ist die «Dell Hell»-Welle, die sogar die Aktienkurse der Firma Dell sinken liess. Als Folge hat das Unternehmen sein CRM überdacht und gehört heute zu den aktivsten Firmen auf sozialen Plattformen. Shitstorms passieren rasch und unerwartet. Oft beginnt es mit... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/12/01/nach-dem-shitstorm-kommt-die-ernuchterung/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><del></del>Shitstorm, der. Ein wiederkehrendes Phänomen in sozialen Netzwerken und Anglizismus des Jahres 2011.</p>
<p style="text-align: left;">Firmen fürchten ihn, denn wenn aus Frustration Wut wird, die sich auch noch viral verbreitet, leidet das Image. Eines der <a href="http://www.fr-online.de/digital/-phaenomen-shitstorm-sturm-der-entruestung-gegen-firmen-im-netz,1472406,16935652.html" target="_blank">bekannten Beispiele</a> ist die «<a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2005/aug/29/mondaymediasection.blogging" target="_blank">Dell Hell</a>»-Welle, die sogar die Aktienkurse der Firma Dell sinken liess. Als Folge hat das Unternehmen sein CRM überdacht und gehört heute zu den aktivsten Firmen auf sozialen Plattformen.</p>
<p>Shitstorms passieren rasch und unerwartet. Oft beginnt es mit einem scheinbar unwichtigen einzelnen Beitrag, der eine riesige Welle der Entrüstung auslöst. Doch was, wenn die vermeintliche Hexe am Ende gar keine Hexe ist?</p>
<p>So passiert dem Briten Alistair McAlpine. Er wurde durch eine BBC-Reportage mit Kindesmissbrauchs-Vorwürfen in Verbindung gebracht. Laut <a href="http://www.nytimes.com/2012/11/26/technology/26iht-twitter26.html?_r=1&amp;" target="_blank">New York Times</a> sind darauf hin um die 10&#8217;000 Twitterer auf der Empörungswelle mitgeritten und haben ihn vorverurteilt. Zu Unrecht, BBC hat dem Politiker einen sechsstelligen Betrag als Genugtuung gezahlt.</p>
<p>Es drängt sich nun die Frage auf, inwiefern sich die beteiligten Twitterer für die Rufschädigung verantworten müssen. McAlpines Anwälte haben angekündigt, eine Klage gegen 20 «High profile»-Twitterer einzureichen. Wer mehr als 500 Followers hat, soll wegen Verleumdung belangt werden.</p>
<p>Ich halte das für eine interessante Situation, denn Gesetze gelten natürlich auch im Internet (ja, liebe Unterhaltungsindustrie, es ist kein rechtsfreier Raum). Kann ein einfacher Retweet bereits einen Straftatbestand wie Verleumdung oder Ehrverletzung erfüllen? Erfüllt man ihn, wenn man einfach nur den Link auf einen Zeitungsartikel verbreitet? Ist es Sinnvoll, die Schwelle bei 500 Followern anzusetzen?</p>
<p>Was mich bei dieser Sache am meisten stört &#8211; und das muss ich noch loswerden &#8211; ist der Fakt, dass einmal mehr ein Mensch durch den Dreck gezogen wurde, weil jemand <em>vermutet</em> hat, er könnte der böse Kinderschänder sein. Leider retweetet man heute lieber eine schlimme Anschuldigung, statt selber nachzudenken und die Unschuld zu vermuten bis ein Richter darüber entschieden hat.</p>
<p>Der Anwalt Tim Lowles bringt es auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>Most people still don’t think when they write something on Twitter that they are actually publishing. [...] People should think before they tweet.</p></blockquote>
<p>Was meint ihr dazu?</p>
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</ol></p>
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		<title>Geisteskranke Religiöse?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2012 23:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Geisteskrank]]></category>
		<category><![CDATA[Gretchengate]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[kreuz.net]]></category>
		<category><![CDATA[Religionen]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Dawkins]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Bruderer]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Seit Hunderten von Jahren beteten die Fiescher Bewohner für den Rückgang des Aletschgletschers. Mit Erfolg. Die Gebete waren sogar so erfolgreich, dass der Gletscher plötzlich ganz zu verschwinden droht. Um dem ein Ende zu setzen, hat der Papst persönlich den Segen gegeben, fortan dafür zu beten, dass der Gletscher wieder anwächst. Währenddessen beteiligt sich der hessische Priester Hendrick Jolie an der Hassverbreitungsplattform kreuz.net. Die Plattform ist für ihre homophoben und... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/11/29/geisteskranke-religiose/">weiter lesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Hunderten von Jahren <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Walliser-beten-fuer-den-Gletscher/story/31501391" target="_blank">beteten</a> die Fiescher Bewohner für den Rückgang des Aletschgletschers. Mit Erfolg. Die Gebete waren sogar so erfolgreich, dass der Gletscher plötzlich ganz zu verschwinden droht. Um dem ein Ende zu setzen, hat der Papst persönlich den Segen gegeben, fortan dafür zu beten, dass der Gletscher wieder anwächst.</p>
<p>Währenddessen <a href="http://www.gulli.com/news/20336-erster-autor-von-kreuznet-bekannt-2012-11-28" target="_blank">beteiligt sich</a> der hessische Priester Hendrick Jolie an der Hassverbreitungsplattform kreuz.net. Die Plattform ist für ihre homophoben und menschenverachtenden Beiträge bekannt. So wurde der Tod Dirk Bachs bejubelt &#8211; unter anderem stand <a href="http://kreuz.net/article.15957.html" target="_blank">geschrieben</a>: «Bach setzte sich – statt für deren Heilung – für die ungerechte Privilegierung gesellschaftsschädlicher Homo-Gestörter ein.» Und was sagt die katholische Kirche dazu, dass einer ihrer Prediger diese Plattform unterstützt? Alles ist gut, denn er hat versprochen, sich zu bessern.</p>
<p>Dann ist da noch eine pakistanische Mutter, die ihre 15-jährige Tochter <a href="http://www.ksta.de/panorama/eigene-tochter-getoetet-mutter-verteidigt-saeureanschlag,15189504,20795558.html" target="_blank">mit Säure überschüttet</a> und dadurch getötet hat. Der Grund: Die Tochter hatte einem Jungen nachgeguckt. Die Mutter kommentiert ihre Gräueltat folgendermassen: «Es war ihr Schicksal, auf diese Weise zu sterben.»</p>
<p>All das passiert, weil Menschen einer Interpretation eines Buches folgen. Es drängt sich die Frage auf: Was ist hier schief gegangen? Warum glauben Menschen, dass sie durch das Sprechen zu einem unsichtbaren Wesen einen Gletscher verschwinden lassen können? Warum werden Schwule als krank beschimpft und warum tötet eine Mutter ihre Tochter wegen einer Lappalie auf grausame Art und Weise?</p>
<p>Ich hatte keine Mühe, diese Beispiele zu finden &#8211; es gibt sie wie Sand am Meer. Wenn all das wirklich der Wille eines Gottes ist, dann verstehe ich, wenn Thomas Bruderer den Evolutionsbiologen Richard Dawkins <a href="http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Piratenchef-haelt-Religioese-fuer-geisteskrank-16857727">zitiert</a>: «[Dieser Gott ist ein] ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.»</p>
<p>Ob ein Mensch wie die pakistanische Mutter krank ist? Ja, definitiv!</p>
<p>Religionen können gefährlich sein und vor den schlechten Auswirkungen muss die Allgemeinheit beschützt werden. Auch wenn sich dadurch der eine oder andere Gläubige vor den Kopf gestossen fühlt.</p>
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