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	<title>Denis Simonet</title>
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	<description>über die Piratenpartei, Politik und Alltag</description>
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		<title>Korsetts und Ritterrüstungen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Im Mittelalter war man oder eher Frau wohl kaum im Lederkorsett unterwegs. Die Ritterrüstung hingegen war schon eher anzutreffen. Und genau das scheint der Reiz des Mittelalterlichen Phantasie-Spectakulums (MPS) zu sein. Es ist ein Mittelalterfestival, ausdrücklich nicht authentisch sondern phantastisch. So war es dann auch. Als ich das Gelände betrat, begegnete ich als erstes dem Tod. Ein Sensemann wie aus dem Bilderbuch, mit der Kiste direkt im Schlepptau. Neben den Darstellern wie Gaukler und... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/05/17/korsetts-und-ritterrustungen/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/05/mps_fackel.jpg"><img class="wp-image-3817 alignright" style="margin-left: 10px; float: right;" title="mps_fackel" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/05/mps_fackel.jpg" alt="" width="252" height="167" /></a>Im Mittelalter war man oder eher Frau wohl kaum im Lederkorsett unterwegs. Die Ritterrüstung hingegen war schon eher anzutreffen. Und genau das scheint der Reiz des <a href="http://spectaculum.de/termine/saeckingen/" target="_blank">Mittelalterlichen Phantasie-Spectakulums</a> (MPS) zu sein. Es ist ein Mittelalterfestival, ausdrücklich nicht authentisch sondern phantastisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/05/mps_tod.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3809" title="mps_tod" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/05/mps_tod.jpg" alt="" width="148" height="224" /></a>So war es dann auch. Als ich das Gelände betrat, begegnete ich als erstes dem Tod. Ein Sensemann wie aus dem Bilderbuch, mit der Kiste direkt im Schlepptau. Neben den Darstellern wie Gaukler und Bettler fielen auch rasch die unterschiedlichen Geschmäcker in der Kostümierung der Besucher auf. Es gibt die Mittelalterfans, die sich möglichst authentisch kleiden; sie begeben sich in ein vergangenes Zeitalter. Dann sind da die Goths und die Fantasy-Fans. Sie nehmen es mit der Geschichte nicht so genau und tragen Elfenohren, Elixiere und Lederkorsetts. Neugierige Besucher aus der Umgebung sind natürlich auch dabei. Kurz: Es treffen verschiedene Kulturkreise aufeinander, was schon seinen Charme hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den vielen Gästen und Darstellern wäre das Festival nichts ohne die Stände. An einem schiffförmigen Stand gibt es Trinkhörner, andernorts Kleidung, Waffen oder sogar authentische, nachgebaute Sonnenuhren. Vieles ist Handarbeit und manchmal kann man sogar bei der Herstellung zuschauen. Es macht Spass, mit den Machern über ihr Handwerk zu reden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Verpflegung war auch gesorgt. Mein persönlicher Favorit: Der Zyklopenspiess vom Grill &#8211; einfach herrlich! Auch sehr lecker war das mittelalterliche Kebab (gefüllter Hanffladen) und von den Mandeln in allen Geschmacksrichtungen musste ich direkt zwei Tüten kaufen &#8211; Chili und Waldmeister. Dann noch Apfelschorle gegen den Durst und die kulinarischen Erwartungen waren übertroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Musikliebhaber war es mir recht, dass verschiedene Bands mir bis dahin unbekannte Musik gespielt haben. <a href="http://www.saltatio-mortis.com/" target="_blank">Saltatio Mortis</a> sind sehr interessant und die Pauken <a href="http://www.saorpatrol.com/fr_aboutus.cfm" target="_blank">Saor Patrols</a> herrlich, wenngleich insgesamt für meinen Geschmack etwas eintönig. Das absolute Highlight waren zwei Barden aus Berlin, zusammen das <a href="http://www.dasniveau.de/" target="_blank">Niveau</a>. Einfach genial, wie sie auf Anregen des Publikums ein Musical über die Schlümpfe improvisiert haben. Und hört euch unbedingt ihr <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ek2SxzT6O8I" target="_blank">Lied zu Filesharing</a> an. Ich habe mir direkt ihre beiden Alben gekauft. Auch beeindruckend waren der Showkampf und die Feuershow. Ein Schnappschuss:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/05/mps_feuershow.jpg"><img class="wp-image-3822 alignnone" title="mps_feuershow" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/05/mps_feuershow.jpg" alt="" width="400" height="265" /></a></p>
<div style="clear: both;"></div>
<p style="text-align: justify;">Beim MPS ist für alle Geschmäcker etwas dabei. Ich habe zwar <a href="http://www.flickr.com/photos/scif0r/sets/72157629587194096/" target="_blank">Bilder</a> gemacht und auf Flickr hochgeladen. Doch die Atmosphäre kann mit Fotos einfach nicht weiter gegeben werden. Es gibt nur eine Option: Hingehen und dabei sein. Es lohnt sich!</p>
<p>No related posts.</p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3801&amp;md5=3154fb3b26976f7fd04c3b24bf3569f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ist ACTA tot?</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 16:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Zehntausende gingen auf die Strasse, die Medien haben gross darüber berichtet und viele Behauptungen und Meinungen wurden in den Raum gestellt. ACTA hat eine ereignisreiche Geschichte hinter sich und geriet nicht nur einmal in internationales Rampenlicht. Immer mehr Staaten werden sich den schlechten Auswirkungen des Abkommens bewusst und sehen von einer raschen Ratifizierung ab. Vor zwei Tagen hat auch der Bundesrat entschieden, ACTA vorerst nicht zu unterzeichnen: die Schweiz wartet mit der... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/05/11/ist-acta-tot/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/02/71141_179697445468919_1983952539_n.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3423" title="71141_179697445468919_1983952539_n" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/02/71141_179697445468919_1983952539_n.jpg" alt="" width="101" height="117" /></a>Zehntausende gingen auf die Strasse, die Medien haben gross darüber berichtet und viele Behauptungen und Meinungen wurden in den Raum gestellt. <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/02/10/die-gefahrliche-haltung/" target="_blank">ACTA</a> hat eine ereignisreiche Geschichte hinter sich und geriet nicht nur einmal in internationales Rampenlicht. Immer mehr Staaten werden sich den schlechten Auswirkungen des Abkommens bewusst und sehen von einer raschen Ratifizierung ab. Vor zwei Tagen hat auch der <a href="http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&amp;msg-id=44484" target="_blank">Bundesrat entschieden</a>, ACTA vorerst nicht zu unterzeichnen:</p>
<blockquote><p>[...] die Schweiz wartet mit der Unterzeichnung des ACTA-Abkommens vorerst zu, bis genügend Entscheidelemente für die Beurteilung des weiteren Vorgehens vorliegen.</p></blockquote>
<p>In der Antwort auf eine <a href="http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20121015">Anfrage</a> von Nationalrat Andrea Caroni hält der Bundesrat ausserdem fest:</p>
<blockquote><p>Vor die Alternative gestellt, nichts zu tun oder im Sinne des &#8216;second best&#8217; zumindest mit einer Gruppe gleichgesinnter Staaten voranzugehen, hat der Bundesrat am 30. Mai 2008 beschlossen, an der Aushandlung des ACTA-Abkommens teilzunehmen (nebst Australien, der EU und ihren 27 Mitgliedstaaten, Japan, Kanada, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Singapur, Südkorea und den USA).</p></blockquote>
<p>Offenbar ist auch er sich bewusst, dass dieses Vertragswerk keine ideale Lösung ist. Und wie schaut es beim Gesetzgeber aus?</p>
<p>Nun, es scheint so, als ob es keine Bundesparlamentarier gibt, die sich für ACTA aussprechen. Vor ein paar Tagen wurde ich von <a href="http://www.statements.ch/uebersicht/" target="_blank">Statements</a> angefragt, ob ich bereit bin, einen Text gegen ACTA zu verfassen. Selbstverständlich habe ich zugestimmt. Das einzige Problem: Für jedes Thema braucht es eine Pro- und eine Kontra-Stimme. So ist das Konzept. Leider wurde mir heute mitgeteilt, dass die Suche gescheitert ist. Das Magazin hat keine befürwortende Stimme gefunden.</p>
<p>Ich frage mich: Ist ACTA schon tot, bevor es überhaupt zur Debatte kam?</p>
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<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2010/11/30/auch-schnurrende-katzen-konnen-beissen/' rel='bookmark' title='Auch schnurrende Katzen können beissen.'>Auch schnurrende Katzen können beissen.</a></li>
<li><a href='http://www.denissimonet.ch/2010/10/06/dein-gesicht-gegen-acta/' rel='bookmark' title='Dein Gesicht gegen ACTA!'>Dein Gesicht gegen ACTA!</a></li>
</ol></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3850&amp;md5=7f7f2dcab92960f77fa9610406eb1f46" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sind alle korrupt?</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/05/09/ja-sind-denn-alle-korrupt/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 11:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Gestern war ich an der wohl wichtigsten Sitzung des Initiativkomitees der Transparenzintiaitive. Wir haben vor knapp einem Jahr angefangen und bis heute gerade mal knapp 30'000 Unterschriften gesammelt. Die Initiative steht auf der Kippe, wir stehen kurz davor, sie zu begraben. Warum ist das so? Es ist einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Deshalb tue ich jetzt genau das und beginne mit der Frage: Liebe Parteien, seid ihr alle korrupt? Ich würde mich nicht als Experte bezeichnen, was... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/05/09/ja-sind-denn-alle-korrupt/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich an der wohl wichtigsten Sitzung des Initiativkomitees der <a href="http://unbestechlich.ch/" target="_blank">Transparenzintiaitive</a>. Wir haben vor knapp einem Jahr angefangen und bis heute gerade mal knapp 30&#8217;000 Unterschriften gesammelt. Die Initiative steht auf der Kippe, wir stehen kurz davor, sie zu begraben. Warum ist das so?</p>
<p>Es ist einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Deshalb tue ich jetzt genau das und beginne mit der Frage: Liebe Parteien, seid ihr alle korrupt?</p>
<p>Ich würde mich nicht als Experte bezeichnen, was Unterschriftensammlungen angeht. Dennoch: Es ist so einfach, Unterschriften für diese Vorlage zu sammeln. Vier von fünf Passanten, die sich ansprechen lassen, unterschreiben sie. Ohne wenn und aber, ohne Bedenken. Denn ihnen ist klar: Die Schweiz <a href="http://www.tageswoche.ch/de/2012_11/schweiz/406298/Es-ist-Zeit-f%C3%BCr-ein-Upgrade-in-Sachen-Transparenz.htm" target="_blank">muss transparent werden</a>. Wie sonst soll die Wählerschaft entscheiden, wer wiedergewählt wird?</p>
<p>Es ist ein populäres Anliegen. Doch Unterstützung durch die Grossen erfahren wir keine. Ob SVP, FDP oder SP, alle haben sie Ausreden. Bei den einen werden angeblich grundsätzlich keine Initiativen unabhängiger Komitees gepusht, bei den anderen kann man eine angebliche SVP-Initiative nicht unterstützen.</p>
<p>Faule Ausreden. Liebe Parteien, liebe Volksvertreter. Was ist los? Habt ihr Angst, dass es unangenehm werden könnte? Dass bisher Unbekanntes an&#8217;s Tageslicht kommt? Leute, wenn ich die letzten Jahre etwas gelernt habe, dann ist das eines: Politik ist kein Ponyhof. Ja, es kann unangenehm sein. Zum Beispiel wenn man erklären muss, warum man Zuwendungen der Novartis annimmt und dann im Interesse der Pharmabranche abstimmt. So what? Wollt ihr keinen Shitstorm, schlagt ihr halt mal ein Geschenk aus. Das geht! Man muss doch dazu stehen können, wenn man aufgrund eines politisches Mandates Geld erhält.</p>
<p>Zu mühsam? Dann erinnert euch bitte: Es ist kein Unfall, wenn man im Nationalrat landet. Man entscheidet sich bewusst dafür, man führt einen Wahlkampf und man macht Versprechen. Ist man einmal gewählt, gilt es, das Gewissen zu pflegen. Gelingt dies nur durch Geheimniskrämerei, ist etwas schief gegangen. Denn die Wählerschaft hat ein Recht darauf, zu wissen, was die gewählten Vertreter mit ihrer Macht anstellen. Wäre Transparenz nicht ein schönes Zeichen an die Wähler? Ein Zeichen dafür, dass man reinen Gewissens abstimmt und sich nicht von materiellen Werten leiten lässt?</p>
<p>Natürlich liegt es nicht nur an den anderen. Auch wir, das Komitee, haben bisher alles andere als professionell gearbeitet. Das liegt zum einen an der fehlenden Erfahrung, zum anderen an der fehlenden Unterstützung. Wir haben kaum Geld und wenig Helfer. Ist diese Initiative zum Scheitern verurteilt, nur weil sie ein Volks- aber kein Parteienanliegen ist?</p>
<p>Ich finde: Nicht, wenn jetzt alle mitmachen! Liebe Bürgerinnen und Bürger,  liebe Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Es ist höchste Zeit. Wenn wir bis Ende Juni nicht mindestens 50&#8217;000 Unterschriften zusammen haben, müssen wir abbrechen.</p>
<p>Ja, es ist anstrengender als einen Like-Button zu klicken. Doch es geht auch um mehr als um Facebook! Es geht um die Glaubwürdigkeit der Schweiz. Trotz allem ist es einfacher denn je, für das Anliegen zu kämpfen &#8211; man muss sich nur einen Ruck geben!</p>
<p>Es folgen drei einfache Punkte zum Erfolg. Wenn sie alle befolgen, haben wir die Unterschriften ruck zuck zusammen:</p>
<ol>
<li>Auf <a href="http://unbestechlich.ch/" target="_blank">http://www.unbestechlich.ch/</a> den Unterschriftenbogen ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und einschicken.</li>
<li>Im Freundes- und Bekanntenkreis, wie auch auf der Strasse Unterschriften sammeln. Man darf ohne Bewilligung zu dritt sammeln! Nicht vergessen, die Bogen regelmässig einzuschicken.</li>
<li>Alle Freunde und Bekannte auffordern, es nachzumachen.</li>
</ol>
<p>Das ist die letzte Chance, dieses Anliegen zu retten. Packen wir sie!</p>
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</ol></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3830&amp;md5=9ad70f4f5625cd09cc14d666d15a8d31" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Internet ist kein Nazi-Regime</title>
		<link>http://www.denissimonet.ch/2012/04/25/das-internet-ist-kein-nazi-regime/</link>
		<comments>http://www.denissimonet.ch/2012/04/25/das-internet-ist-kein-nazi-regime/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 19:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Lieber Gimma Ich bin ein anspruchsvoller Musikkonsument, der auf aussergewöhnliche Kombinationen steht. Wie schon mehrfach gebloggt, suche ich vor allem Bands, die für den Genre ungebräuchliche Instrumente einbinden, z.B. Querflöten oder Drehleiern. Auch Spielkonsolen-Synthesizer finde ich super. Mein Geld gebe ich vorwiegend für Filme aus, ich kaufe aber auch ab und zu mal eine CD. Zuletzt habe ich das Project Trio und die Piano Guys unterstützt. Sehr oft höre ich aber einfach nur Webradio -... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/04/25/das-internet-ist-kein-nazi-regime/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Gimma</p>
<p>Ich bin ein anspruchsvoller Musikkonsument, der auf aussergewöhnliche Kombinationen steht. Wie schon mehrfach <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/01/02/bands-die-man-kennen-muss/" target="_blank">gebloggt</a>, suche ich vor allem Bands, die für den Genre ungebräuchliche Instrumente einbinden, z.B. Querflöten oder Drehleiern. Auch Spielkonsolen-Synthesizer finde ich super. Mein Geld gebe ich vorwiegend für Filme aus, ich kaufe aber auch ab und zu mal eine CD. Zuletzt habe ich das <a href="http://www.projecttrio.com/" target="_blank">Project Trio</a> und die <a href="http://thepianoguys.com/newstore/" target="_blank">Piano Guys</a> unterstützt. Sehr oft höre ich aber einfach nur Webradio &#8211; z.B. <a href="http://www.di.fm/" target="_blank">Digitally Imported</a>, wofür ich einen Premium-Account habe. Ach ja, Metal-Konzerte besuche ich auch hin und wieder.</p>
<p>Mit 8 Jahren habe ich gelernt, Gitarre zu spielen. Gleichzeitig spiele ich Klavier, komponiere manchmal vor mich hin und fasse meine Gefühle in Klänge. Die wenigen ausgereiften Resultate stelle ich auf <a href="http://www.last.fm/music/Denis+Simonet/First+Compositions" target="_blank">last.fm</a>. Den <a href="http://projects.piratenpartei.ch/dmsf_files/527?download=" target="_blank">Jingle</a> unseres Podcasts <a href="http://parrot.fm/" target="_blank">parrot.fm</a> habe auch ich komponiert und eingespielt. Du siehst also: Für mich hat Musik einen hohen Stellenwert und mir liegt viel an ihrer Vielfalt. Nachdem das gesagt ist, will ich auf deinen <a href="http://apokalypsejetzt.blogspot.com/2012/03/lieber-denis-simonet-liebe-piraten.html" target="_blank">Blogbeitrag</a> antworten, den du folgendermassen abschliesst:</p>
<blockquote><p>Also, lieber Denis, liebe Piraten. Bitte masst euch nicht an, im Namen der Kulturschaffenden zu argumentieren. Wir sind hier in der Schweiz die durchs Band gefickten. Ganz unschuldig ist keiner von euch an diesem Umstand. Wir sind bei euch und mit euch wenn es um &#8220;Freiheit&#8221; und &#8220;Menschlichkeit&#8221; geht, und hey ich liebe meine Computer. [...] Jetzt seid ihr plötzlich am Ende des Hebels und siehe da: jetzt wo ihr die grossen seid, wollt ihr den kleinen nicht mehr helfen, sondern reitet sie schön Nazi mässig immer tiefer in die Scheisse. Ihr seid jetzt der Grosse. Der ganz Grosse. Ihr würdet den Unterschied machen. Und genau ihr verkackt es Breitband und Full-On. Statt Marxisten seid ihr Reichsregenten, think about it&#8230; tragt Verantwortung, ihr seid eine oft nicht ganz mündige Gruppe, die Schaden anrichtet am Mensch.</p></blockquote>
<p>Ich will gar nicht auf die Schuldfrage eingehen. Mir ist wichtig, dass ein konstruktiver Dialog geführt wird. In diesem Beitrag will ich einfach nur darlegen, was meine persönliche Motivation ist, bei dieser Sache mitzureden. Eines vorweg: Mit Nationalsozialismus hat das Internet nichts zu tun. Von den paar zwielichtigen Seiten mal abgesehen.</p>
<h3>Auch ich profitiere vom Urheberrecht</h3>
<p>Eigentlich kommt mein Zugang zum Urheberrecht über Software. Schon mit 15 habe ich einen IRC-Bot, den SciBot, entwickelt. IRC-Netzwerke hatten damals einen grossen Einfluss auf mich, ich verbrachte viel meiner Zeit in diversen Entwickler-Chats; unter anderem in IRCSystems, wo die UnrealIRCd-Coder abhängten. Ausserdem war ich einer der Betreiber des BurnIRC. Für mich war aus diesen Erfahrungen heraus klar: Software stellt man unter Copyleft-Lizenzen online und man lässt dadurch andere daran teilhaben. Meinen Bot habe ich in der Programmiersprache C geschrieben und unter der GPL (GNU Public License) auf <a href="http://scibot.sourceforge.net/" target="_blank">SourceForge</a> veröffentlicht. Bei meinem Arbeitgeber habe ich mich beworben, weil er freie Software einsetzt und somit fördert. Mein Interesse liegt grundsätzlich darin, dass auch freie Lizenzen durchgesetzt werden können. Es liegt mir also fern, das Urheberrecht abschaffen zu wollen.</p>
<h3>Filesharing</h3>
<p>Du siehst, es geht bei der Urheberrechtsdebatte nicht nur um Musik und Filme. Nun aber trotzdem zurück zur Musik. Auf meinem NAS (Network Attached Storage) ist viel Musik gespeichert. Auch von dir ist etwas dabei. Allerdings muss ich gestehen, dass ich für deine Musik nicht gezahlt habe. Der Grund ist einfach: Ich mag dein Genre nicht so, wollte mir aber trotzdem einen Überblick verschaffen, was so an Hip-Hop/Rap-Musik auf dem Markt ist. Das ging von La Coka Nostra über die Army Of the Pharaohs und Celph Titled bis zu Stress, Bligg und dir. Die Lieder habe ich &#8211; wenn es hoch kommt &#8211; einmal gehört. Diese Musik ist mir allerdings kein Geld wert &#8211; ich bin eben eher der Metal- und Goa-Hörer. Ohne die Möglichkeit des Kopierens hätte ich schlicht darauf verzichtet, mir diesen Überblick zu verschaffen. Versteh mich nicht falsch &#8211; ich will deine Arbeit keinesfalls abwerten. Doch ich kann einfach nichts damit anfangen. Kunst ist ja bekanntlich Geschmackssache. Genau so wird es vielen anderen auch gehen, ein Download ist eben kein entgangener Verkauf. Und ganz wichtig: Die wenigsten teilen ihre Musiksammlung, weil sie die Arbeit der Musiker nicht anerkennen. Eigentlich ist es für viele sogar das Gegenteil, sie würdigen die Musik damit.</p>
<p>Dirk von Gehlen wagt einen <a href="http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/93/die-welt-besteht-aus-teilen.html" target="_blank">Vergleich</a>:</p>
<blockquote><p>Wer negativ auf die Bitte reagiert, eine Datei zu verdoppeln, unterlässt eine Tätigkeit, die für ihn ohne Aufwand möglich wäre. Fast so als weigere man sich, einen unbesetzten Platz in der Bahn freizugeben, auf dem man lediglich die eigenen Tasche deponiert hat. Das gilt als unhöflich, unfreundlich und im Zweifel als moralisch falsch.</p></blockquote>
<p>Genau so habe auch ich es erlebt. Sowohl an LAN-Partys wie auch bei Peer-to-Peer-Tauschplattformen ist die Einstellung: Es gehört zum Anstand, nicht nur zu saugen sondern seine Perlen auch für andere zugänglich zu machen. Für BitTorrent gibt es deshalb sogar Anti-Leech-Trackers, die alle zu einem bestimmten Verhältnis zwischen Up- und Download zwingen. Es wird eben als asozial angesehen, wenn man nur leecht und nicht gleichzeitig seedet. Dennoch ist es für mich selbstverständlich, meine Lieblingsbands zu unterstützen. Ich will ja, dass sie weiter Musik veröffentlichen.</p>
<h3>Die digitale Revolution</h3>
<p>Jetzt noch etwas abstrakter. Man kann heute fast kostenfrei eine exakte Kopie des Originals (was ist eigentlich ein Original?) erstellen, ohne dass die ursprüngliche Datei verschwindet oder abgenutzt wird. Kein Gesetz auf dieser Welt kann das ändern, das ist die Realität. Das heisst: Filesharing wird betrieben und es wird immer betrieben werden. Damit muss man umgehen können, ein Umdenken ist notwendig. Das Ziel eines guten Gesetzes muss sein, dass sich möglichst alle freiwillig daran halten, dass es gesellschaftlich akzeptiert wird, dass es nur wenige brechen. Werden hingegen Repression, Überwachung und Verfolgung zum Alltag, hat das zwei Effekte. Das Gesetz verliert seine Legitimation und die Musiker sind erst recht nicht zufrieden. Francis Gurry, Direktor der WIPO, hat mal <a href="http://www.numerama.com/magazine/18414-l-ompi-voit-le-parti-pirate-comme-une-incitation-a-changer-le-droit-d-auteur.html" target="_blank">gesagt</a>:</p>
<blockquote><p>Wir haben keine andere Wahl; entweder passt sich das Urheberrechtssystem dem natürlichen Lauf der Dinge an, oder es verschwindet. Die Geschichte zeigt, dass es unmöglich ist, den technischen Fortschritt aufzuhalten. Statt dagegen anzukämpfen, müssen wir uns dem Unvermeidlichen stellen und uns auf intelligente Weise anpassen.</p></blockquote>
<p>Genau darum geht es mir. Ich will nicht, dass es wegen einem Kampf gegen die Realität am Ende nur Verlierer gibt. Deshalb lohnt es sich, der Frage nachzugehen, wie man trotz (oder gerade wegen) der Möglichkeit des Kopierens Geld verdienen kann. Und dabei geht es nicht einmal nur um die Internetuser.</p>
<p>Ein kulantes Urheberrecht dient auch den Musikern. Die Möglichkeit zu teilen und sich Teilen bedienen zu können ist eine wichtige Voraussetzung für neue spannende Produkte. Besonders auf YouTube fällt auf, wie kreativ Musiker sein können. Wenn ich mir die vielen Interpretationen von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3eKxxYlHbJs&amp;context=C4a7090fADvjVQa1PpcFO-0A49z8wDR64vabQMegFUtFu9LO10dAQ=" target="_blank">Super Mario</a> oder nochmal <a href="http://www.youtube.com/watch?v=AVbPnDf3TIw&amp;feature=related" target="_blank">Super Mario</a> anhöre, bin ich ganz aus dem Häuschen. Oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Cgovv8jWETM" target="_blank">diese Version</a> von Coldplays Paradise. Einfach genial. Und sollten diese Videos den Geschmack nicht treffen: Keine Angst, es ist für alle etwas dabei. Auch beim Rap ist es keine Seltenheit, dass bekannte Melodien verwendet werden. Siehe z.B. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tP1PXRiVoJw" target="_blank">Coolio</a>. Ihm ist mit einer Interpretation des Pachelbel Kanons ein sehr schönes Lied gelungen. Allgemein frage ich mich: Was würde die Musikbranche nur tun, wenn der Pachelbel-Kanon geschützt wäre und der Urheber die Verwendung verbieten würde?</p>
<p>Marcel Weiss von neunetz.com rechnet vor, dass die Schutzfrist für das Urheberrecht heute auf 130 Jahre und mehr schiessen kann. Er <a href="http://www.neunetz.com/2012/03/29/replik-auf-dieter-gorny-wir-brauchen-kein-starkes-urheberrecht/" target="_blank">schlussfolgert</a>:</p>
<blockquote><p>Damit wird klar, dass das Urheberrecht in seiner aktuellen Form vor allem ein Verwerterrecht ist und dass es die Kulturproduktion zugunsten vorhandener Werke schwächt: Denn je mehr Rechte man den Urhebern von heute und gestern zugesteht, desto geringeren Handlungsspielraum haben die Urheber von morgen.</p></blockquote>
<p>Man kann ganz grundsätzlich sagen: Aus nichts kommt nichts, wir verarbeiten immer alte Ideen zu neuen Ideen; wir kombinieren sie und wir verbessern sie. Natürlich steckt Arbeit dahinter und es braucht auch eine Prise Talent. Deshalb gebührt dem Macher eine Anerkennung.</p>
<p>Unser Positionspapier sagt es folgendermassen:</p>
<blockquote><p>Der Schutz geistiger Werke für die Gemeinschaft kann sich nur legitimieren, indem sie geistige Werke in ausreichender Anzahl und Qualität der Allgemeinheit zugänglich macht. Jedes geistige Werk enthält inhärent die Schöpfung anderer, daher hat jeder Urheber ein Interesse an der Begrenztheit dieses Monopols. Der Schutz geistiger Werke muss sich daher sowohl in Zeit, als auch im Umfang zurückhalten.</p></blockquote>
<h3>Nutzt die neuen Chancen!</h3>
<p>Während Gesprächen mit Musikern, Labels und Verwertungsgesellschaften ist mir eine Sache besonders aufgefallen. Früher oder später wird das iPhone gezückt und die Hassrede gegen Apple beginnt. Oder gegen Youtube und Google. Ich denke, ich verstehe euer Leid. Ihr seht, wie sich Weltkonzerne mit Milliardenumsätzen eine goldene Nase an eurer Musik verdienen. Selber steht ihr aber vergleichsweise schlecht da. Verständlich, dass ihr euch dabei hilflos und benutzt fühlt. Auch ich empfinde das als ungerecht.</p>
<p>Allerdings wird die Situation nicht besser, wenn man immer nur das Internet verteufelt und die Moral der Musiktauschenden in Frage stellt. Lieber Gimma, man muss nicht glücklich sein mit der Situation. Im Gegenteil: Du darfst natürlich eine schlechte Meinung darüber haben. Mit dem Zeitgeist zu gehen wäre allerdings dennoch ein sinnvoller Schritt. Ein Vergleich. Gerade in der Software-Branche gibt es vor allem dann Geld, wenn die Dienstleistung um das verkaufte Produkt stimmt. Dazu gehören Bugfixes, regelmässig neue Features, guter Support, der Einbezug der Community und &#8211; wichtiger denn je &#8211; Usability. Auf diese Weise verdienen viele Firmen sehr viel Geld. Und das obwohl die verwendete Software quelloffen und kostenlos zur Verfügung steht.</p>
<p>Auch bei Musik erscheint mir ein Ausbau der Dienstleistung sinnvoll. Die <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/02/22/zeilen-an-das-internet/" target="_blank">Piano Guys</a> machen es vor: Es ist möglich, eine Community aufzubauen und mit ihr zu interagieren. Man kann sie persönlich ansprechen, sich für ihre grossartige Unterstützung bedanken und die Fans bitten, das neue Album zu kaufen. <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/03/10/die-leere-cd-als-geschaftsmodell-der-zukunft/" target="_blank">Dope Stars Inc.</a> ging noch einen Schritt weiter und liess die Community den Text zu einem Lied schreiben.</p>
<p>Mit dem Internet ist der Zugang zu den Fans leichter denn je. Das kann man für sich nutzen. Das muss man für sich nutzen, wenn man weiterhin erfolgreich sein will. Die CD ist out.</p>
<h3>Parasiten</h3>
<p>Natürlich gibt es, wie überall, auch Schmarotzer. Plattformen, die Premium-Accounts verkaufen, damit man mit voller Geschwindigkeit Musik und Filme saugen kann. Stichworte kino.to und MegaUpload. Diese haben viel Geld mit der Arbeit anderer verdient. Das ist auch für mein Empfinden falsch und daneben. Ein modernes Urheberrecht sollte haargenau solche Plattformen angehen. kino.to muss immer illegal sein und es muss Möglichkeiten geben, das auch durchsetzen zu können. Es gibt dabei zwei Knacknüsse: Ab wann steht kommerzielles Interesse hinter der Kopie? Sprich: Wie unterscheidet man zwischen privater und kommerzieller Verwendung? Und wie setzt man das durch?</p>
<p>Jederzeit aber muss der private Austausch vollständig legal sein. Es ist schlicht nicht möglich, eine andere Regel durch zu setzen. Die Konsequenzen müssen natürlich zusammen mit dieser Forderung betrachtet werden. Wenn Filesharing zu Umsatzrückgängen führt &#8211; und ich kann mir das gut vorstellen &#8211; dann ist es nur richtig, Möglichkeiten wie eine Kulturflatrate zu diskutieren.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Natürlich ist das alles nicht einfach. Während wenigen Jahren wurde die Welt auf den Kopf gestellt. Das spürt nicht zuletzt die Unterhaltungsindustrie, die den Wandel verschlafen oder gar bekämpft hat, nun vor gewaltigen Herausforderungen steht und gleichzeitig mit einem angeschlagenen Image kämpft. Auch für mich ist es aufwändig und schwierig, den Überblick zu behalten. Das Urheberrecht ist komplex, die modernen Technologien ebenso. Sehr spannend zu diesem Thema ist die <a href="http://www.myvideo.ch/watch/8520088/Folge_30_Diebe_im_Netz_Eins_gegen_Eins" target="_blank">Folge</a> &#8220;Diebe im Netz&#8221; von &#8220;1 gegen 1&#8243;.</p>
<p>Schlussendlich will ich schlicht meine Freiheiten im Internet behalten. Und natürlich will ich mir dabei nicht anmassen, für die Musiker zu reden. Verstehen will ich sie aber. So freue ich mich immer, wenn ich mit Bands oder Labels über dieses Thema reden kann. Dabei ist mir z.B. auch schon aufgefallen, dass ich Musik als Kultur verstehe, die Musiker allerdings sehen ihre Lieder als Produkte, die sie verkaufen wollen.</p>
<p>Trotz unterschiedlichem Hintergrund habe ich das Gefühl, dass sowohl die Piraten wie auch Musiker ein gemeinsames Ziel haben. Die entscheidende Frage ist doch: Was ist die Voraussetzung, damit vielfältig Musik produziert wird? Denn das ist es, woran wir alle stark interessiert sind. Es wäre eine öde Welt ohne gute Auswahl an Musik.</p>
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</ol></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3631&amp;md5=9b66f401a00eaaa8db405a6d15565678" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>SciFi goes international</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Board]]></category>
		<category><![CDATA[Medienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pirate Parties International]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorstand]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als Gregory Engels und Jerry Weyer damit begannen, mich zu bearbeiten, war ich hin und her gerissen. Die beiden waren die ersten Co-Chairmen der Pirate Parties International (PPI) und wollten mich zu einer Kandidatur für den Vorstand bewegen. Eigentlich war ich nicht so heiss darauf, mich schon wieder in ein ausführendes Organ wählen zu lassen. Am 1. April lief ja meine Amtszeit als Präsident der Piratenpartei Schweiz (PPS) aus und ich war - frei! Trotz Skepsis sagte ich zu, mir Gregorys Absichten... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/04/18/scifi-goes-international/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/04/737px-PPI_signet.png"><img class="alignleft  wp-image-3771" title="737px-PPI_signet" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/04/737px-PPI_signet-300x244.png" alt="" width="147" height="120" /></a>Als Gregory Engels und Jerry Weyer damit begannen, mich zu bearbeiten, war ich hin und her gerissen. Die beiden waren die ersten Co-Chairmen der Pirate Parties International (<a href="http://www.pp-international.net/" target="_blank">PPI</a>) und wollten mich zu einer Kandidatur für den Vorstand bewegen. Eigentlich war ich nicht so heiss darauf, mich schon wieder in ein ausführendes Organ wählen zu lassen. Am 1. April lief ja meine Amtszeit als Präsident der Piratenpartei Schweiz (<a href="http://piratenpartei.ch/" target="_blank">PPS</a>) aus und ich war &#8211; frei! Trotz Skepsis sagte ich zu, mir Gregorys Absichten anzuhören. Er war erneut Kandidat für das Ko-Präsidium und hatte viele gute Pläne.</p>
<p>Irgendwann während dem Skype-Gespräch fiel dann das entscheidende Stichwort: Aufbau eines Medienteams. Verlockend, ich bin ja während meiner Amtszeit als PPS-Präsi so einigen Journalisten und Reportern begegnet und Medienarbeit fasziniert mich. Ich befasse mich auch schon länger mit der anderen Seite, indem ich z.B. als Reporter für <a href="http://parrot.fm/" target="_blank">parrot.fm</a> unterwegs bin und hie und da <a href="http://www.tageswoche.ch/de/2012_11/schweiz/406298/Es-ist-Zeit-f%C3%BCr-ein-Upgrade-in-Sachen-Transparenz.htm" target="_blank">Kommentare</a> für Zeitungen schreibe. Erst kürzlich wurde mein Antrag auf Aktivmitgliedschaft im <a href="http://www.sfj-ajs.ch/" target="_blank">Verband Schweizer Fachjournalisten</a> angenommen. Nun habe ich also unerwartet einen Presseausweis und werde mich noch intensiver mit Journalismus auseinander setzen.</p>
<p>Mit der Bedingung, hauptsächlich für Medienarbeit zuständig zu sein, bewarb ich mich als board member (einfaches Vorstandsmitglied). Chancen malte ich mir keine aus, denn ich konnte dieses Wochenende leider nicht an der Konferenz in Prag teilnehmen. Eine Wahl in Abwesenheit ist immer schwierig. Ich war dann ziemlich überrascht, als mich jemand von der Konferenz anrief und fragte, ob ich die Wahl annehme. So ist es also passiert, ich bin im Vorstand der internationalen Dachorganisation der Piratenparteien gelandet. Natürlich freue ich mich. Das wird spannend, meine Kollegen kommen aus der ganzen Welt von Russland über die USA bis Portugal. Die erste Herausforderung: Einen Tag und eine Zeit finden, wo grundsätzlich alle an Sitzungen teilnehmen können. Zeitzonen ahoi!</p>
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</ol></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3763&amp;md5=a3789490516967233a7d46f99c25529c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Geld, Streaming, Filesharing und das Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 14:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[m4music]]></category>
		<category><![CDATA[Musikschaffende]]></category>
		<category><![CDATA[SUISA]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Und plötzlich ist das Urheberrecht wieder aktuell. Angeregt durch ACTA und den Verein Kulturschaffende Schweiz, trafen wir uns gestern mit der SUISA und sprachen über das Urheberrecht. Neben dem Generaldirektor und seinem Stellvertreter waren auch je ein Vertreter des Rechtsdienstes und des Vorstands anwesend. Natürlich gab es viel zu diskutieren. Es ist erfreulich, dass rasch klar wurde: Auch die SUISA ist nicht daran interessiert, in Richtung Kriminalisierung zu gehen. Zwar mussten wir klar stellen... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/03/22/geld-streaming-filesharing-und-das-urheberrecht/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und plötzlich ist das Urheberrecht wieder aktuell. Angeregt durch <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/02/10/die-gefahrliche-haltung/">ACTA</a> und den Verein Kulturschaffende Schweiz, trafen wir uns gestern mit der SUISA und sprachen über das Urheberrecht. Neben dem Generaldirektor und seinem Stellvertreter waren auch je ein Vertreter des Rechtsdienstes und des Vorstands anwesend. Natürlich gab es viel zu diskutieren. Es ist erfreulich, dass rasch klar wurde: Auch die SUISA ist nicht daran interessiert, in Richtung Kriminalisierung zu gehen. Zwar mussten wir klar stellen und erklären, dass eine ISP-Haftung grundsätzlich nicht in Frage kommt. Im grossen und ganzen gibt es aber eine Diskussionsbereitschaft. Das stimmt mich zuversichtlich; es ist vielleicht doch möglich, ein Urheberrecht zu erarbeiten, das die Freiheit der Menschen und Kulturschaffenden in den Vordergrund stellt.</p>
<p>Morgen geht es weiter an der m4music-Konferenz. Ich nehme am <a href="http://m4music.ch/index.php?article_id=49&amp;prid=63">Panel</a> «Everything is Streaming but the Money» teil und treffe dort auf spannende Gesprächspartner. Die Ausgangslage:</p>
<blockquote><p>Das Portemonnaie des Künstlers leidet – und die Diskussionen, wie und ob Musiker Geld verdienen können, haben mit der neuen Präsenz von Musikstreamdiensten wie Spotify an Schärfe gewonnen: Der Kampf um Rappenbruchteile pro Stream ist entbrannt. Auch ein Entscheid des Bundesrats, der den Wunsch der Kreativen nach Regelung der Urheberrechte im Internet abgeschmettert hat, stachelt den aufkeimenden Protest der Künstler weiter an.</p></blockquote>
<p>Die Frage nach der Beziehung zwischen dem «Schutz von künstlerischen Leistungen» und dem «Recht auf freien Zugang zu kulturellen Gütern» steht dabei sicher im Vordergrund. Während dem Gespräch mit der SUISA ging Roman Camenzind mit uns einig, dass eine der Herausforderungen sein wird, «kommerzielle Verwendung» von Kultur zu definieren. Die zweite Knacknuss ist die Durchsetzbarkeit, in Anbetracht der globalen Eigenschaft des Internets keine einfache Angelegenheit. Roman ist im Vorstand der SUISA und auch bei den Musikschaffenden dabei. Mit letzteren treffen wir uns am 30. März zu einem Austausch. Ich bin gespannt und freue mich auf weitere Diskussionen &#8211; sowohl am Panel wie auch mit Kulturschaffenden.</p>
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		<title>Alles gratis? Ja, aber&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 21:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Gurry]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Verschenken? So würde ich es nicht nennen. Ok, über das Internet ist ein Lied rasch heruntergeladen und mit den steigenden Bandbreiten sind auch Filme nur noch einen Kaffee vom Fernseher entfernt. Ich verstehe, dass diese Realität vielen Kulturschaffenden ein Dorn im Auge ist. Was ich nicht verstehe, ist die Gleichsetzung der Wertschätzung von Kultur mit der Frage, wie viel Geld für eine MP3-Datei bezahlt wird. Gerade die Musikschaffenden sollten eigentlich wissen, dass CDs nicht alles sind. Was ist... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/03/16/alles-gratis-ja-aber/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verschenken? So würde ich es nicht nennen. Ok, über das Internet ist ein Lied rasch heruntergeladen und mit den steigenden Bandbreiten sind auch Filme nur noch einen Kaffee vom Fernseher entfernt. Ich verstehe, dass diese Realität vielen Kulturschaffenden ein Dorn im Auge ist. Was ich nicht verstehe, ist die Gleichsetzung der Wertschätzung von Kultur mit der Frage, wie viel Geld für eine MP3-Datei bezahlt wird. Gerade die Musikschaffenden sollten eigentlich wissen, dass CDs nicht alles sind. Was ist mit Konzertbesuchen, Merchandising-Käufen oder dem Fakt, dass immer noch gleich viel Geld für Kultur ausgegeben wird, wie eh und je?<br />
<a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/breadpiracy.jpg"><img class="size-medium wp-image-3572 alignnone" title="breadpiracy" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/breadpiracy-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a></p>
<div style="clear: both;"></div>
<p>Eine Feststellung im <a href="http://musikschaffende.ch/archives/designsentry_portf/offenerbrief" target="_blank">offenen Brief</a> des Vereins Schweizer Musikschaffende ist aber goldrichtig: Der Bundesrat irrt sich in der <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/12/24/denkt-an-die-kinder/" target="_blank">Annahme</a>, dass kein Handlungsbedarf besteht. Mit dem Status Quo sind weder die Kulturschaffenden noch die Konsumenten zufrieden. Es braucht offensichtlich einen Austausch und es muss sich etwas ändern. Was die Musikschaffenden allerdings nicht zu verstehen scheinen: Man kann den natürlichen Lauf der Dinge nicht aufhalten. Forderungen wie «geeignete Präventionsmassnahmen gegen Internet-Piraterie» sind absurd und total weltfremd. Oder wie es Francis Gurry <a href="http://www.denissimonet.ch/2011/04/15/wipo-%C2%ABwenn-wir-nicht-handeln-verlieren-wir-alles%C2%BB/" target="_blank">sagt</a>: «Wir haben keine andere Wahl; entweder passt sich das Urheberrechtssystem dem natürlichen Lauf der Dinge an, oder es verschwindet. Die Geschichte zeigt, dass es unmöglich ist, den technischen Fortschritt aufzuhalten. Statt dagegen anzukämpfen, müssen wir uns dem Unvermeidlichen stellen und uns auf intelligente Weise anpassen.» Er ist niemand geringeres als der Generaldirektor der <a href="http://www.wipo.int/about-wipo/en/dgo/" target="_blank">Weltorganisation für Geistiges Eigentum</a>.</p>
<p>Das grosse Problem: Nicht alle Musiker sind mit dem Internet aufgewachsen und einige tun sich entsprechend schwer, die vielen neuen Möglichkeiten für sich zu nutzen. Offenbar fehlt eine kompetente Anlaufstelle. Aber halt: Ist nicht genau das die Idee hinter Labels, ja deren Aufgabe? Statt zu jammern, dass eine böse Technologie die Umsätze mit Plastikscheiben aus dem letzten Jahrtausend schrumpfen lässt, könnten sie sich darauf einlassen und zum modernen Dienstleister für die Musikschaffenden werden. Glücklicherweise beginnen zumindest die Majors zu verstehen, dass man das Internet für sich nutzen kann. Kürzlich konnte man auf <a href="http://futurezone.at/b2b/7601-sony-music-sieht-krise-ueberwunden.php" target="_blank">Futurezone</a> lesen:</p>
<blockquote><p>Sony Music sieht die Krise der Musikindustrie überwunden. „Ich bin mir sicher, dass wir in ein bis drei Jahren wieder in einem Wachstumsmarkt sind“, sagte Edgar Berger, Chef von Sony Musik International [...]. Er habe noch nie einen solchen Optimismus und eine solche Aufbruchstimmung in der Branche gespürt, wie es jetzt gerade der Fall sei, sagte der Musikmanager.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/409311_179376382167908_109192185852995_251624_229316666_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3570" title="409311_179376382167908_109192185852995_251624_229316666_n" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/409311_179376382167908_109192185852995_251624_229316666_n-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" /></a>Berger ist voller Euphorie und fügt überraschend an: «Das Internet ist für die Musikindustrie ein großer Glücksfall, oder besser gesagt: Das Internet ist für uns ein Segen.» Genau so ist es. Es hilft niemandem, wenn schlussendlich die halbe Schweizer Bevölkerung im Gefängnis sitzt und die Kulturschaffenden immer noch unzufrieden sind. Repression kann nicht die Lösung sein, so geht man doch nicht mit seinen Fans um! Viel mehr stellt sich die Frage: Gibt es Grund zur Sorge um die Motivation der Kulturschaffenden, Kultur zu schaffen? Wenn ja müssen neue Möglichkeiten gefunden werden, damit die Motivation nicht schwindet. Doch das geht nur, wenn ein Austausch statt findet. Deshalb freut es mich, dass sich die Piratenpartei bald mit den Kulturschaffenden trifft.</p>
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</ol></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3554&amp;md5=97b05c80f8a35f40dbfe99df6759b4c7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abstimmungen sind keine Miss-Schweiz-Wahlen!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 15:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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		<category><![CDATA[PiVote]]></category>
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		<category><![CDATA[Toni Brunner]]></category>
		<category><![CDATA[Vote Électronique]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>E-Voting ja oder nein? Darum geht es gar nicht. Denn das sollte schlussendlich das Volk entscheiden. Wenn eine Mehrheit elektronischen Abstimmungs- und Wahlsystemen vertraut, müssen wir das akzeptieren. Doch die Legitimität der aktuellen Praxistests ist fraglich, zumal das Volk so weit nicht mitreden konnte. Klar: Diese Möglichkeit gibt es erst für die Auslandschweizer und diese haben auch ein verständliches Interesse daran, elektronisch abstimmen zu können. Banalisieren sollte man es dennoch... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/03/14/wenn-schon-e-voting-dann-bitte-richtig/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/ballot.png"><img class="alignleft  wp-image-3545" title="ballot" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/ballot.png" alt="" width="180" height="168" /></a>E-Voting ja oder nein? Darum geht es gar nicht. Denn das sollte schlussendlich das Volk entscheiden. Wenn eine Mehrheit elektronischen Abstimmungs- und Wahlsystemen vertraut, müssen wir das akzeptieren. Doch die Legitimität der aktuellen Praxistests ist fraglich, zumal das Volk so weit nicht mitreden konnte. Klar: Diese Möglichkeit gibt es erst für die Auslandschweizer und diese haben auch ein verständliches Interesse daran, elektronisch abstimmen zu können. Banalisieren sollte man es dennoch nicht.</p>
<p>Die Legitimität von E-Voting ist in diesem Beitrag nur zweitrangig. Bei der Geschichte um den <a href="https://twitter.com/#!/search/%23eVoteFail" target="_blank">#eVoteFail</a>, wie er auf Twitter genannt wird, geht es um eine Selbstverständlichkeit, die offenbar doch nicht so selbstverständlich ist: Wenn wir es schon tun, dann bitte richtig. Um das zu veranschaulichen, erkläre ich erstmal, wie PiVote funktioniert. PiVote ist eine E-Voting-Lösung, die für Abstimmungen innerhalb der Piratenpartei Schweiz entwickelt wurde. Wir befolgen dabei drei Grundsätze.</p>
<p>Von den Stimmen soll man nicht auf die Abstimmenden schliessen können, denn wir stimmen geheim ab. PiVote berücksichtigt das, indem es keine Einzelperson gibt, die in die Stimmen hineinschauen kann. Die <strong>Anonymität</strong> ist also gewährleistet. Zur Veranschaulichung: Wenn man weisse und schwarze Kugeln in einen Topf wirft, weiss man am Ende, wie viele weisse und wie viele schwarze Kugeln im Topf sind. Wenn man zählen kann. Man weiss aber nicht, wer welche Kugel abgegeben hat.</p>
<p>Trotz Anonymität muss immer gewährleistet sein, dass nur Stimmberechtigte abstimmen. Diese dürfen ausserdem genau einmal abstimmen. Mit magischer Kryptographie kann PiVote diese <strong>Sicherheit</strong> gewährleisten. Zur Sicherheit gehören natürlich auch weitere Faktoren. Der PiVote-Server muss immer erreichbar sein, der Computer der Abstimmenden sollte nicht mit Viren infiziert sein und die Software darf möglichst keine Fehler enthalten. Man muss auch ein Stück weit den Schlüsselpersonen vertrauen können.</p>
<p>In normalen Auszählbüros kann man die Auszählung überwachen, indem man den Wahlhelfern zuschaut. Bei E-Voting übernimmt das Auszählen die Logik, also die Software. Deshalb muss die eingesetzte Software vollumfänglich offengelegt werden. So kann jeder überprüfen, ob die Software auch tut was sie verspricht. Bei E-Voting könnte man sogar noch weiter gehen: Da die Stimmen verschlüsselt sind, können sie ohne Probleme öffentlich zugänglich gemacht werden. So kann man einerseits überprüfen, ob die eigene Stimme mitgezählt wurde. Andererseits kann jeder, sofern er will, die Stimmen selber noch einmal auszählen. Grosse <strong>Transparenz</strong> ist also möglich.</p>
<p>Soviel zu PiVote. Aber wie schaut es in der Schweiz aus? Ein <a href="http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&amp;msg-id=43719" target="_blank">Bericht</a> der Bundeskanzlei ist Besorgnis erregend. Im Kanton Luzern konnte jemand doppelt abstimmen, was korrigiert wurde. Die eingesetzten Systeme folgen nicht der Tansparenz-Regel, weshalb weder die Sicherheit noch die Anonymität überprüft werden können. Zu diesem Zeitpunkt müssen wir also einfach glauben, dass die Stimmen richtig gezählt wurden. Das ist schlecht, zumal solche Systeme im Ausland wiederholt geknackt wurden und zu Schlagzeilen führten, wie ein kürzlicher Fall in den USA <a href="http://www.h-online.com/security/news/item/US-e-voting-system-cracked-in-less-than-48-hours-1463881.html" target="_blank">aufzeigt</a>.</p>
<p>Warum kann die Schweiz nicht einfach E-Voting-Systeme bauen, die transparent, sicher und anonym sind? Es gäbe sogar ein <a href="https://www.evoting-cc.ch/" target="_blank">Kompetenzzentrum E-Voting</a> mit Forschern und Experten auf diesem Gebiet. Ist es so schwierig, unter deren Beratung eine gute Lösung zu erarbeiten?</p>
<p>Mit Luzern ist bewiesen, dass es in der eingesetzten Software Fehler gibt. Die Integrität der Wahlergebnisse ist in Frage gestellt. In einem <a href="http://www.piratenpartei.ch/2012-03-14-evoting" target="_blank">offenen Brief</a> fordert die Piratenpartei Schweiz deshalb die Annullierung dieser Stimmen und einen Stopp der Experimente. Der Brief wird unterstützt durch die Nationalräte Toni Brunner (Präsident SVP), Lukas Reimann (SVP), Antonio Hodgers (Fraktionspräsident Grüne) und Balthasar Glättli (Grüne), aber auch durch viele Organisationen. Ohne Entwicklung einer neuen vernünftigen Lösung darf es keine weiteren Abstimmungen mit Vote Électronique geben. Das sind immerhin verbindliche nationale Abstimmungen, keine Miss-Schweiz-Wahlen!</p>
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</ol></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3528&amp;md5=15f6673adc6c8fa9cbb11580e14e0f18" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>It&#8217;s playtime</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 20:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Château d'Yverdon-les-Bains]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Normalerweise habe ich ja kein Verständnis für die Kulturheinis. Klar: Es ist wichtig, dass es Museen gibt und Ausstellungen sind sicher auch mal spannend. Trotzdem assoziiere ich mit kulturellen Anlässen wie Vernissagen eher Valium als Adrenalin. Nicht so heute. Eine Referenz habe ich nicht, begeistert bin ich aber allemal. Nicht nur wegen dem Apéro. Zu Beginn positiv überrascht, dass man bereits am Bahnhof in Yverdon-les-Bain empfangen wird, zog sich der Anfang in die Länge. Die Aula Magna im... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/03/10/its-playtime/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/Playtime.jpg"><img class="alignleft  wp-image-3513" title="Playtime" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/03/Playtime-300x185.jpg" alt="" width="189" height="117" /></a>Normalerweise habe ich ja kein Verständnis für die Kulturheinis. Klar: Es ist wichtig, dass es Museen gibt und Ausstellungen sind sicher auch mal spannend. Trotzdem assoziiere ich mit kulturellen Anlässen wie Vernissagen eher Valium als Adrenalin. Nicht so heute. Eine Referenz habe ich nicht, begeistert bin ich aber allemal. Nicht nur wegen dem Apéro.</p>
<p>Zu Beginn positiv überrascht, dass man bereits am Bahnhof in Yverdon-les-Bain empfangen wird, zog sich der Anfang in die Länge. Die Aula Magna im Château d&#8217;Yverdon-les-Bains war gut gefüllt. Trotz voranschreitender Zeit wollte die Vernissage aber nicht beginnen. Mit einer viertel Stunde Verspätung ging es dann los. Eingeführt durch den Direktor des Maison d&#8217;Ailleurs, reichte die Rednerpalette vom Stadtverwalter Yverdons bis zum Direktor von Pro Helvetia. Besonders gefallen haben mir die Ausführungen des Schriftstellers und Journalisten Frédéric Martel, <a href="https://twitter.com/#!/martelf" target="_blank">@martelf</a> auf Twitter. Er betreibt auch den <a href="http://blogs.lexpress.fr/sarkozysme-culturel/" target="_blank">Blog</a> zum Buch «J&#8217;aime pas le sarkozysme culturel.» Die zu Grunde liegende Frage der <a href="http://playtime.ailleurs.ch/en/exposition/" target="_blank">Ausstellung Playtime</a> ist ja: Sind Computerspiele Kultur? Martel stellte eine konkurrierende Frage: Ist Jazz Musik? Heute wird das wohl jeder bejahen. Von ein paar Musikbanausen mal abgesehen. Das war aber nicht immer so. Früher wusste man: Musik machen die Weissen. Was war es also, wenn ein Afroamerikaner Trompete oder Kontrabass spielte?</p>
<p>Weiter ging es mit José Luis de Vincente, Kurator der Ausstellung. In Erinnerung blieb mir seine Feststellung: «Wenn wir spielen, lösen wir Probleme, die wir eigentlich gar nicht haben.» Trotz Französisch war es teilweise spannend, den Erzählungen zu folgen. Nach einer guten Stunde durften wir uns dann durch die Ausstellung im Maison d’Ailleurs führen lassen. Vom Kurator persönlich.</p>
<p>Die Ausstellung ist erstaunlich modern und ansprechend. Die vorgestellten Spiele gehen von Super Mario über Quake bis zu GTA4 und Experimenten mit 360°-Displays. Auch Minecraft und Sim City 2000 finden Platz in den verschiedenen Themenbereichen. Dabei ist zu beachten, dass es explizit keine Ausstellung zur Geschichte der Computerspiele ist. Viel mehr handelt es sich um die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Arten von Spielen zu befassen und sich selber ein Bild zu machen. Dabei kommt auch das Anfassen nicht zu kurz. Man darf an vielen Orten Hand anlegen und die Spiele ausprobieren. Auch das erwähnte 360°-Experiment. Hoch spannend, sogar für mich als Gamer, der keine Zeit mehr dazu hat, diesem Hobby nachzukommen.</p>
<p>Der krönende Abschluss war das reichhaltige Apéro. Man könnte sagen: Die Kulturheinis wissen, was gut ist! Hätten sich meine Befürchtungen bewahrheitet, wären die leckeren Häppchen bestimmt Grund genug gewesen, alles zu vergessen. Schlussendlich gab es aber nichts zu verdrängen. Ein gelungener Anlass endete mit Kürbissuppe, erstaunlich reifen Früchten, belegten Brötchen und Rotwein. Ich bin zufrieden und werde die Ausstellung auf jeden Fall noch einmal in Ruhe besuchen. Wer ist dabei?</p>
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</ol></p> <p><a href="http://www.denissimonet.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3505&amp;md5=a4008514b7d0d6238d419ff52b7328d9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zeilen an das Internet</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 22:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Denis Simonet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Liebes Internet Warum hast du mir nicht früher die Piano Guys empfohlen? Seit über einem Jahr sind diese genialen Musiker online. Mit Tönen, die eines klar machen: Klassische Musik lebt. Wobei. Eigentlich ist es klassisch und doch nicht. Alt und doch neu. Es ist ein Genuss, die Beethoven's 5 Secrets zu belauschen. Oder O Fortuna. Besonders Freude habe ich aber an den modernen Liedern. In Cello Wars spielt Steven Sharp Nelson das Cello, wie ich es noch nie gehört habe. Er kämpft gegen sich... <a href="http://www.denissimonet.ch/2012/02/22/zeilen-an-das-internet/">weiter lesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebes Internet</p>
<p><img class=" wp-image-3497 alignnone" title="logo tpg" src="http://www.denissimonet.ch/wp-content/uploads/2012/02/logo-tpg-300x48.png" alt="" width="180" height="29" />Warum hast du mir nicht früher die <a href="http://thepianoguys.com/newstore/" target="_blank">Piano Guys</a> empfohlen? Seit über einem Jahr sind diese genialen Musiker online. Mit Tönen, die eines klar machen: Klassische Musik lebt. Wobei. Eigentlich ist es klassisch und doch nicht. Alt und doch neu. Es ist ein Genuss, die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mJ_fkw5j-t0&amp;list=UUmKurapML4BF9Bjtj4RbvXw&amp;index=1&amp;feature=plcp" target="_blank">Beethoven&#8217;s 5 Secrets</a> zu belauschen. Oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gpx4YqMkrfc&amp;list=PL2FCE4EAED0A3000B&amp;index=10&amp;feature=plcp" target="_blank">O Fortuna</a>. Besonders Freude habe ich aber an den modernen Liedern.</p>
<p>In <a href="http://www.youtube.com/watch?v=BgAlQuqzl8o" target="_blank">Cello Wars</a> spielt Steven Sharp Nelson das Cello, wie ich es noch nie gehört habe. Er kämpft gegen sich selber. Als Waffe verwendet er natürlich ein Laserschwert, womit er auch die Saiten zum Klingen bringt. Und seither wissen wir: In Darth Vader schlummern unerahnte Talente. Er spielt Cantina Band auf dem Akkordeon. Thumbs up for Darth playing the Accordion! Das Internet macht&#8217;s möglich.</p>
<p>Dann ist da noch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Cgovv8jWETM&amp;list=PL2FCE4EAED0A3000B&amp;index=3&amp;feature=plcp" target="_blank">Peponi</a>. Das heisst Paradise auf Swahilisch. Gemeint ist das gleichnamige Lied von Coldplay. Nicht nur, dass Jon Schmidt, Steven Sharp Nelson und Alex Boye mit dem afrikanischen Touch daraus ein Meisterwerk machen. Mitten im Nirgendwo in Utah fliegen sie auch noch einen Konzertflügel auf einen Felsen  und drehen das Video in der freien Natur. Als kleine Anekdote erzählen sie, wie der Helipilot zu einem Wendy&#8217;s geschickt wurde, Essen zu kaufen. Leider habe er das Drive Through mit dem Hubschrauber nicht passieren dürfen.</p>
<p>Welcher Major hätte den beiden Musikern wohl erlaubt, solche Videos auf Youtube zu stellen? Star Wars zu parodieren und Coldplay zu covern? Oder das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=u-rLrMGBUv4&amp;feature=relmfu" target="_blank">Harry Potter-Theme</a> als Klaviersolo von sich zu geben? Wohlbemerkt: Ohne einen Rappen dafür zu verlangen. Auf Labels sind die Macher dank Internet aber gar nicht angewiesen. Zum Glück. Die Jungs wissen, wie soziale Medien funktionieren. Sie vermarkten sich ganz einfach selber. Nach Millionen von Views haben sie unlängst ihr erstes Album herausgegeben. YouTube Hits Volume 1. Die Community hat entschieden, welche Lieder auf die Scheibe gebrannt werden. Es versteht sich, dass es mir die $30 Wert waren, Mitglied des Founder&#8217;s Clubs zu werden und die Macher damit zu unterstützen. Zumal ich die CD nach dem Kauf auch noch direkt herunterladen durfte. Wahlweise als flac oder als mp3-Dateien.</p>
<p>Liebes Internet, ich hoffe du hast verstanden. Solche Früchte der Informationsgesellschaft darfst du mir in Zukunft ruhig früher zeigen!</p>
<p>Hochachtungsvoll<br />
Denis &#8216;SciFi&#8217; Simonet<br />
Ein Fan der digitalen Revolution</p>
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