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140 Zeichen (2/2)

25.07.2012 | 1 Kommentar

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Zu wissen, was man sagt, ist das eine. Ob, wann und wie man etwas sagt ist aber noch einmal eine Kunst für sich.

Gerade wegen seinem Echtzeitcharakter ist Twitter ideal für die Verbreitung von Neuigkeiten. Deshalb sind auch viele Zeitungen auf diesem Medium vorzufinden. Wenn man ihnen folgt, merkt man allerdings rasch: Oft wird einfach ein automatischer Newsfeed eingespielt, Mentions und Replies bleiben unbeantwortet.

Dieses falsche Verständnis von Twitter ist häufig anzutreffen. Es gibt zwar ein paar Firmen, die haben es verstanden. Tweets über die SBB beantwortet @Railservice wie aus dem Nichts. Und auf einen Witz von mir über Manland hat IKEA kurze Zeit später humorvoll geantwortet. Selbst die SRG hat verstanden, dass man Twitter-Konten aktiv bewirtschaften muss. Solche Erlebnisse sind toll, denn sie bedeuten, dass man als Kunde geschätzt wird. Doch leider geschieht das viel zu selten.

Oft wird Twitter als Einwegmedium verstanden. Wie ein Radiosender, einfach in Schrift statt Ton. Aber so funktionieren soziale Netzwerke nicht. Man erwartet von Firmen, dass sie ihre Kunden zuvorkommend behandeln. Erhalte ich wiederholt keine Reaktion, gehe ich halt zur Konkurrenz, die mich ernst nimmt. Dasselbe gilt für Organisationen, Parteien und Politiker.

Zeitungen sind dabei ein Sonderfall. Sie veröffentlichen News, die wichtig sind und niemand verpassen will. Ich folge deshalb trotzdem dem einen oder anderen automatisch eingespielten Feed, nicht zuletzt um meinen RSS-Reader zu entlasten. Was aber gar nicht geht, ist die neue Praxis des Bieler Tagblatts.

Nicht nur, dass es eine monotone Flut an automatisch generierten Tweets ist. Dazu kommt noch, dass die Links alle auf einer Paywall landen. Der Twitter-Account des Bieler Tagblatts ist also weder sozial noch liefert er Inhalte. Warum sollte ihm noch irgendjemand folgen?

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Am letzten Piratenkongress in Aarau habe ich einen Einführungs-Workshop zu Twitter gehalten. Ich stelle die Slides gerne zur Verfügung.

Kommentare

One Response to “140 Zeichen (2/2)”

  1. 140 Zeichen (1/2) : Denis Simonet
    July 25th, 2012 @ 15:15

    [...] Weiter zu Teil 2 > [...]

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