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Geld, Streaming, Filesharing und das Urheberrecht

22.03.2012 | Keine Kommentare

Und plötzlich ist das Urheberrecht wieder aktuell. Angeregt durch ACTA und den Verein Kulturschaffende Schweiz, trafen wir uns gestern mit der SUISA und sprachen über das Urheberrecht. Neben dem Generaldirektor und seinem Stellvertreter waren auch je ein Vertreter des Rechtsdienstes und des Vorstands anwesend. Natürlich gab es viel zu diskutieren. Es ist erfreulich, dass rasch klar wurde: Auch die SUISA ist nicht daran interessiert, in Richtung Kriminalisierung zu gehen. Zwar mussten wir klar stellen und erklären, dass eine ISP-Haftung grundsätzlich nicht in Frage kommt. Im grossen und ganzen gibt es aber eine Diskussionsbereitschaft. Das stimmt mich zuversichtlich; es ist vielleicht doch möglich, ein Urheberrecht zu erarbeiten, das die Freiheit der Menschen und Kulturschaffenden in den Vordergrund stellt.

Morgen geht es weiter an der m4music-Konferenz. Ich nehme am Panel «Everything is Streaming but the Money» teil und treffe dort auf spannende Gesprächspartner. Die Ausgangslage:

Das Portemonnaie des Künstlers leidet – und die Diskussionen, wie und ob Musiker Geld verdienen können, haben mit der neuen Präsenz von Musikstreamdiensten wie Spotify an Schärfe gewonnen: Der Kampf um Rappenbruchteile pro Stream ist entbrannt. Auch ein Entscheid des Bundesrats, der den Wunsch der Kreativen nach Regelung der Urheberrechte im Internet abgeschmettert hat, stachelt den aufkeimenden Protest der Künstler weiter an.

Die Frage nach der Beziehung zwischen dem «Schutz von künstlerischen Leistungen» und dem «Recht auf freien Zugang zu kulturellen Gütern» steht dabei sicher im Vordergrund. Während dem Gespräch mit der SUISA ging Roman Camenzind mit uns einig, dass eine der Herausforderungen sein wird, «kommerzielle Verwendung» von Kultur zu definieren. Die zweite Knacknuss ist die Durchsetzbarkeit, in Anbetracht der globalen Eigenschaft des Internets keine einfache Angelegenheit. Roman ist im Vorstand der SUISA und auch bei den Musikschaffenden dabei. Mit letzteren treffen wir uns am 30. März zu einem Austausch. Ich bin gespannt und freue mich auf weitere Diskussionen – sowohl am Panel wie auch mit Kulturschaffenden.

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