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Flyer Revolutions

17.09.2011 | 5 Kommentare

Adam Smith sieht in der Arbeitsteilung die Gefahr, dass die Arbeiter verdummen. Immer nur der gleiche Handgriff – das erfüllt keinen! Dennoch war die Arbeitsteilung heute das Vorgehen der Wahl. Klassisch funktioniert das Abpacken von Flyern folgendermassen:

  1. Jeder Helfer (und jede Helferin) nimmt einen leeren Briefumschlag.
  2. Die Person geht um den Tisch herum und nimmt von jeder Partei einen Flyer.
  3. Die Flyer in den Umschlag stecken.
  4. Den Umschlag zukleben und in die Kiste legen.
Das sieht dann so aus:
Pipelining ist mit diesem Verfahren zwar möglich und auch üblich, es kommt aber häufig zu Stalls wegen der blocking I/O und dem fehlenden Cache. Dieses Problem musste behoben werden! Als ich heute in Kloten ankam, hatten die anwesenden Piraten den Prozess bereits optimiert. Wir sind folgendermassen vorgegangen:
  • Position 1: Einen leeren Briefumschlag mit den beiden A4-Flyern füllen. Danach den Umschlag an Position 3 hinlegen, damit die zuständige Person diesen nehmen kann, sobald sie den vorhergehenden Umschlag fertig bearbeitet hat.
  • Position 2: Von den restlichen Flyern (A5) je einen nehmen und an Position 3 hinlegen.
  • Position 3: Einen vorbereiteten Umschlag nehmen und die vorbereiteten Flyer rein stecken. Den gefüllten Umschlag an Position 4 hinlegen.
  • Position 4: Umschlag zukleben und in die Kiste legen.
Das ganze haben wir noch parallel in zwei Strängen gemacht, wobei die Stränge an Position 4 zusammengeführt wurden. Bei diesem Vorgehen ist es natürlich wichtig, dass jemand dafür verantwortlich ist, regelmässig die Pools (Flyer und Umschläge) aufzufüllen. Unseren Messungen zufolge haben wir damit im Durchschnitt 20 Sekunden pro Umschlag gebraucht. Messungen bei den anderen Tischen ergaben eine Bearbeitungszeit von 40 Sekunden pro Umschlag. Wir haben die Produktivität somit verdoppelt! Leider sind unsere Lobbyversuche gescheitert – die anderen Parteien liessen sich nicht von der Arbeitsteilung überzeugen. Natürlich habe ich auch von unserem Tisch ein Bild gemacht.

Update

Thomas Bruderer hat noch Zahlen getwittert:

64’000 Couverts, 580’000 Flyer, 12t, 23Kubikmeter, 230 Helfer (22 Piraten) – in 5 Stunden verpackt! GROSSARTIG!

Ja, es war echt cool und Spass gemacht hat’s auch noch!

Kommentare

5 Responses to “Flyer Revolutions”

  1. Alexis
    September 17th, 2011 @ 20:50

    En plus les bras bougent 2x plus vite que les jambes ;)

  2. afire
    September 17th, 2011 @ 21:00

    Sich über sawas Gedanken zu machen in einer Partei, bringen glaub auch nur wir Piraten fertig ^^

  3. StopSecret
    September 17th, 2011 @ 21:08

    Versteh ich nicht. An Position 3 wird ein vorbereiteter Umschlag von Position 1 genommen. Und wie kommt der dahin?

  4. Apophis
    September 17th, 2011 @ 22:23

    Auf alle fälle sind die Piraten aufgefallen ;) und haben gute Arbeit geleistet!

  5. Denis Simonet
    September 17th, 2011 @ 22:28

    StopSecret, damit meine ich den Umschlag, der im ersten Punkt vorbereitet wurde. Habe den Post editiert :).

    afire, wir waren doppelt so schnell, es hat sich also für alle gelohnt!

    Apophis, jep, war echt cool!

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