Die Urheberrechtsgespräche 2011
19.05.2011 | 1 Kommentar
Einmal im Jahr treffen sich die SUISA, ProLitteris, verschiedene Bundesämter, die IFPI, der Konsumentenschutz, der DUN und weitere Stakeholders zum Austausch beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE). Diese Urheberrechtsgespräche dienen der Besprechung diverser Themen, wie z.B. die Abgaben auf leere Datenträger. Das IGE lud uns ein, gestern im Rahmen dieses Treffens den gut 30 Vertretern unsere Petition abgabenterror.ch zu präsentieren. Das übernahmen Brenda Mäder (Präsidentin der jungfreisinnigen) und ich natürlich gerne. Dabei waren auch Pascal Gloor (Vizepräsident Piratenpartei Schweiz), Michael Gregr (Präsident Piratenpartei Zürich) und Pascal Fouquet (Präsident Piratenpartei Bern). Leider müssen die Gespräche vertraulich behandelt werden. Ich kann also nur auf meine Eindrücke und meine eigenen Aussagen eingehen.
Wie zu erwarten war, stiessen wir nicht gerade auf Liebe und es wurde viel Kritik geäussert. Natürlich erwarteten wir vorgängig nicht, auf Begeisterung zu stossen. Meine abschliessende Bemerkung nach der Diskussion zu unserer Präsentation war: «Es braucht eine Modernisierung des Urheberrechts und der technische Wandel der letzten Jahrzehnte muss respektiert werden. Dabei wird man auch auf internationale Verträge stossen und das heutige Verständnis von geistigem Eigentum muss in Frage gestellt werden.» Einige Vertreter waren nach dieser Aussage sichtlich entgeistert. Es ist aber super, dass unsere Ansicht den relevanten Organisationen nun bekannt ist.
Am Gespräch wurde auch die neue Plattform der Verwertungsgesellschaften vorgestellt. Auf ihr findet man viele Informationen, wie z.B. die Geldflüsse und Gebührentarife. Diese Bestrebungen, Transparenz zu schaffen, sind super. Mein erster Eindruck nach Konsumation der Seite: Es war höchste Zeit, dass über Vereinfachungen beraten wird.
Zum Schluss der Veranstaltung folgte eine Meta-Diskussion über den Sinn, Urheberrechts-Laien wie uns einzuladen. Dabei haben gewisse Lager unsere Kompetenz wie auch unsere Aufrichtigkeit und Seriosität in Frage gestellt. Mehrheitlich wurde es aber geschätzt, dass im Sinne der demokratischen Grundsätze auch Junge angehört werden, die andere Ansichten haben. Auch ich finde es wichtig, dass das IGE Organisationen mit gegenteiliger Meinung zu Wort kommen lässt. So macht Demokratie Spass!
Tags: abgabenterror.ch > IFPI > IGE > Jungfreisinnige > Leermedienabgaben > ProLitteris > Stiftung für Konsumentenschutz > SUISA > Urheberrecht > Urheberrechtsgespräche > Urheberrechtsgespräche 2011 > Verwertungsgesellschaften
Kommentare
One Response to “Die Urheberrechtsgespräche 2011”
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July 12th, 2011 @ 13:18
[...] sehen. Das ist kein fehlendes Verständnis für Kultur. Es ist ein anderes Verständnis als es die Unterhaltungsindustrie gerne hätte! Print [...]