Das Bieler Tagblatt hat heute ab 18 Uhr im Communication Center Biel die kandidierenden Parteien über die Berichtserstattung zu den Grossratswahlen informiert. Derselbe Anlass wurde vor vier Jahren zum ersten mal durchgeführt und jetzt wegen dem guten Feedback wiederholt. Anwesend waren alle Kandidaten im Wahlkreis Biel-Seeland und Pascal Gloor, Kandidat für den Berner Jura.
Die Veranstaltung begann im Raum “Brainpool” im dritten Stock des Gebäudes. Begleitet von Slides wurde uns erklärt, nach welchen Kriterien das Bieler Tagblatt über Podiumsdiskussionen, Aktionen und Wahlkampfveranstaltungen berichtet. Die wichtigste Aussage ist, dass sie eine Balance erreichen wollen, damit keine Partei bevorzugt oder benachteiligt wird. So müssen zum Beispiel Podiumsdiskussionen eine regionale Relevanz haben und andere Parteien berücksichtigen. Egoveranstaltungen werden also in erster Linie ignoriert. Sehr gut finde ich den Plan, bei jeder Liste einen Kandidaten, der bisher eher unbekannt war, für ein Interview herauszupicken. Diese Interviews werden dann nach und nach abgedruckt. So bekommen auch nicht so prominente Kandidaten die Chance, sich zu äussern.
Es wurde natürlich auch gesagt, was sie von uns erwarten. Hier die wichtigsten Punkte:
- Veranstaltungshinweise müssen mindestens zehn Tage im Voraus eingereicht werden. Sie werden dann in einer speziell gekennzeichneten Rubrik im Regionalteil abgedruckt.
- Sie brauchen so schnell wie möglich, aber spätestens bis Anfang Februar von allen Kandidierenden ein qualitativ hochwertiges Bild. Diese müssen auf einem USB-Stick oder auf einer CD eingereicht werden, im JPEG-Format vorliegen und eine Mindestdateigrösse von 1 Megabyte haben. Die Dateinamen müssen mit dem Nachnamen, Vornamen und der Partei gekennzeichnet sein.
- Ausserdem sollen wir alle verfügbaren Daten der Kandidaten zusammengefasst auf einer Excel- oder Wordliste (Jahrgang, politische Ämter, Beruf, Wohnort, Handy-Nummer) abgeben.
- Zu guter Letzt interessiert sie das Programm der Partei am Wahlsonntag, inklusive Kontaktdaten der zuständigen Parteifunktionäre. Auch dieses sollen wir frühzeitig weiterleiten.
Nach dem Bieler Tagblatt hat noch das Journal du Jura ein paar Worte zu ihrem Vorgehen gesagt. Auch sie wollen eine Ausgeglichenheit erreichen und keine Partei bevorzugen.
Im Anschluss wurden wir durch den ersten Stock geführt. Wir bekamen eine Einführung, wie die Abläufe von der Informationsbeschaffung bis zum Druck sind und durften dazu auch Fragen stellen. Leider war dieser Teil eher eine Werbeveranstaltung für das Bieler Tagblatt, der sich, durch die 25° Raumtemperatur gestärkt, hinzog.
Beim Apéro schlussendlich habe ich mit den Journalisten und Gästen geredet. Eine amtierende Grossrätin von der SP hat mich über Vorstösse zu Gewaltspielen informiert. Sie ist eine ältere Lehrerin und überzeugt, dass die Probleme bei den Eltern und deren Erziehung liegen und keineswegs bei der Existenz solcher Spiele und sucht deshalb nach Argumenten gegen Verbote davon. Deswegen schickt sie mir bei Gelegenheit weitere Details zu den Vorstössen zu diesem Thema im grossen Rat.
Alles in allem war es ein gelungener Anlass. Die transparente Informierung über das Vorgehen der Medien finde ich wichtig. Das muss unbedingt so beibehalten werden!
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Neuer Blogpost: Informationsanlass zur Berichtserstattung der Grossratswahlen beim Bieler Tagblatt http://bit.ly/54QM7t
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